20 Millionen Euro futsch? Mega-Flop erweist Eintracht Frankfurt offenbar Bärendienst | Goal.com Deutschland

Wie Absolut Fussball berichtet, habe Wahi jüngst zwei äußerst lukrative Angebote aus der Premier League und der Serie A abgelehnt, die der Eintracht rund 20 Millionen Euro eingebracht hätten. Zu Erinnerung: Die Eintracht überwies für ihn vor eineinhalb Jahren 26 Millionen Euro an Olympique Marseille, bekam dafür aber nur ein mageres Tor in 25 Pflichtspielen zurück.
Wahi durfte sich nach enttäuschenden Leistungen, die ihm sogar phasenweise lautstarke Pfiffe des Frankfurter Publikums eingebracht hatten, auf Leihbasis bei OGC Nizza neu beweisen und rettete den Klub am Ende mit zwei Toren im Relegationsrückspiel gegen Saint-Etienne vor dem Abstieg.
Schon zuvor hatte der 23-Jährige in der Rückrunde unter Beweis gestellt, dass man ihn nicht ausschließlich anhand seiner äußerst unglücklichen Zeit in Frankfurt bewerten sollte. In 18 Liga- und Pokalspielen traf Wahi siebenmal und bereitete zwei Tore vor. Mit Nizza verlor er wenige Tage vor Relegationsbeginn das Pokalfinale gegen Lens mit 1:3.
Weil der Aufenthalt in Südfrankreich dem Nationalspieler und WM-Fahrer der Elfenbeinküste zu alter Stärke verhalf, wolle er nun unbedingt fest nach Nizza wechseln, heißt es in dem Bericht. Allerdings peile OGC eine erneute Leihe mit anschließender Kaufoption an, während die SGE Wahi endgültig loswerden will. Zumindest zwischen dem Stürmer und Nizza soll es bereits eine Einigung über die Konditionen geben.
Brisant: Während der Weltmeisterschaft im Sommer in den USA, Kanada und Mexiko hatte The Athletic enthüllt, dass Wahi wegen des Verdachts der Spielmanipulation zwei Wochen vor Turnierstart kurzzeitig festgenommen worden sei. Wahi soll am letzten Spieltag gegen Metz absichtlich eine Gelbe Karte provoziert haben.
"Wir können bestätigen, dass ein 23-jähriger Fußballspieler, der in der französischen Ligue 1 spielt, am 29. Mai im Rahmen einer Untersuchung der Staatsanwaltschaft Marseille wegen des Verdachts auf organisierten Betrug, organisierte Korruption im Sport, Umgang mit Erträgen aus Straftaten und Geldwäsche festgenommen wurde", wurde ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Marseille damals von The Athletic zitiert.
Anschließend war aus Sicht der SGE zu befürchten, dass sich die Interessenten aufgrund des Skandals in Grenzen halten werden, weshalb Wahis Absage der lukrativen Angebote in einem noch unglücklicheren Licht dastehen. Mittlerweile sollen die Verdachtsmomente gegen Wahi aber vom Tisch sein.
Dass Wahi selbst nicht mehr sonderlich viel Lust auf einen Verbleib in Frankfurt hat, machte er selbst in einem Interview mit der L'Equipe im Mai deutlich. "In Deutschland habe ich eine andere Welt entdeckt, ohne die Sprache zu sprechen. Ich hatte vier Einsätze in der Startelf in einem Jahr und ein paar kurze Einsätze: Selbst wenn man Lionel Messi heißt, braucht man Zeit, um seine Qualitäten zu zeigen", sagte Wahi.
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