Douglas Costa, Xherdan Shaqiri und Co.! Nathaniel Brown glänzt mit Expertenwissen zum FC Bayern München | Goal.com Deutschland

Neuzugang Nathaniel Brown hat mit spontanem Expertenwissen zur Geschichte des FC Bayern München beeindruckt.
Im Anschluss an den 2:1-Sieg bei Borussia Dortmund im Franz Beckenbauer Supercup wurde Brown, der in München die für einen Linksverteidiger untypische Rückennummer 11 übernommen hat, nach bekannten Vorgängern beim FCB gefragt. Und aus dem Stand konnte der 23-Jährige liefern.
"Coman und Douglas Costa haben die Nummer getragen, Shaqiri glaube ich auch", packte Brown ohne Anlauf gleich mal drei legendäre ehemalige 11er der Bayern aus. "Es ist schön, dass ich die 11 jetzt tragen darf. Das macht mich sehr stolz."
Kingsley Coman (mittlerweile bei Al-Nassr) war von 2021 bis 2025 mit der 11 auf dem Rücken für den FCB aufgelaufen, die Brown nun direkt von Nicolas Jackson übernahm, der vergangene Saison per Leihe vom FC Chelsea beim deutschen Rekordmeister spielte. Douglas Costa hatte von 2015 bis 2017 mit der 11 bei den Bayern gewirbelt und trug die Nummer dann auch bei seiner wenig erfolgreichen Rückkehr 2020/21. Xherdan Shaqiri derweil war von 2012 bis 2015 der 11er des FCB.
Der Reporter ergänzte mit Stefan Effenberg indes eine weitere legendäre Nummer 11, Brown antwortete lachend: "Stimmt auch." Dass er selbst den Champions-League-Sieger von 2001 und heutigen TV-Experten nicht nannte, war aufgrund seines jungen Alters wenig verwunderlich, schließlich war Brown noch gar nicht geboren, als Effenberg den FCB 2002 verließ.
Derweil sprach der für 50 Millionen Euro Ablöse von Eintracht Frankfurt verpflichtete Brown auch über die ungewohnte Position, die er beim Supercup in Dortmund am Samstagabend einnahm. So stellte Trainer Vincent Kompany den deutschen Nationalspieler als Zehner im offensiven Mittelfeld auf.
"Ich weiß nicht, ob das der Plan war. Vor allem in den ersten Spielen dachte ich schon, dass ich hinten links eingesetzt werde", zeigte sich auch Brown selbst von Kompanys Maßnahme überrascht, betonte aber gleichzeitig: "Mir ist das egal, es hat sehr viel Spaß gemacht."
Der Ex-Frankfurter ist zwar primär als Linksverteidiger eingeplant, galt aufgrund seiner Flexibilität aber von Beginn an auch als zusätzliche Option für die Doppelsechs. Und offensichtlich sieht Kompany Brown hier und da auch auf der Zehn. "Bei uns sind manchmal die Räume der Außenverteidiger ähnlich wie die einer Zehn. Er ist unfassbar gut zwischen den Räumen. Ob er jetzt als Außenverteidiger spielt oder als Zehner - heute hat uns das geholfen, weil Serge Gnabry, Lennart Karl und Jamal Musiala fehlten", erklärte der Bayern-Coach nach dem Supercup bei Sky.
Trotz Titelgewinn und seinem sehenswerten Führungstor nach knapp einer halben Stunde war Brown derweil nicht komplett zufrieden mit seiner Leistung: "Am Anfang war es nicht so gut von mir, in den ersten Minuten bin ich nicht so gut reingekommen. Das Tor hat mir dann aber Selbstvertrauen gegeben", so der Neu-Münchener.
Nach seinem Treffer beim Pflichtspieldebüt soll Brown - ob nun wieder links hinten oder erneut im Mittelfeldzentrum - auch bei der anstehenden Aufgabe am Freitag eine wichtige Rolle einnehmen. Dann treffen die Bayern zum Auftakt in die neue Bundesligasaison zuhause auf den VfB Stuttgart.
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