Englischer Ex-Nationalspieler zeifelt an Liverpool-Star Florian Wirtz | Goal.com Deutschland

Публикувано на 17 Sep 2026 | Време за четене: 3 минутиEnglischer Ex-Nationalspieler zeifelt an Liverpool-Star Florian Wirtz | Goal.com Deutschland

Der ehemalige englische Nationalspieler Gabriel Agbonlahor zweifelt daran, dass die Ehe zwischen Florian Wirtz und dem FC Liverpool noch eine Erfolgsgeschichte wird.

Als Grund dafür nannte der 39-Jährige Wirtz' Probleme, seine überragenden Fähigkeiten für die Reds auch in Zählbares umzumünzen. "Schauen wir uns seine Zahlen an", sagte Agbonlahor bei talkSPORT. "Ich weiß, dass es nicht allein um Statistiken geht, aber wir reden hier von fünf Toren und vier Assists in 37 Premier-League-Spielen!"

Wirtz wechselte im Sommer 2025 für 125 Millionen Euro Ablöse mit der Empfehlung von 122 Scorerpunkten in 197 Partien von Bayer Leverkusen an die Anfield Road. Dort absolvierte er eine durchwachsene erste Saison und wartet auch in dieser Spielzeit unter dem neuen Trainer Andoni Iraola auf den großen Durchbruch.

Agbonlahor hat dazu eine Theorie: "Bei Aston Villa hatten wir damals einen Spieler - ich werde seinen Namen nicht nennen -, der im Training der beste Mann auf dem Platz war. In den Fünf-gegen-Fünf-Spielen bekam man ihn nicht in den Griff, er war der Beste. Dann ging es aber in die Elf-gegen-Elf-Spiele und er konnte nicht liefern." Das sei bei Wirtz auch der Fall: "Jetzt schaue ich mir Wirtz an und glaube: Im Training ist er definitiv der beste Spieler, aber er macht auf mich ein bisschen den Eindruck eines Leichtgewichts."

In der Vorwoche bei Liverpools 2:1-Sieg gegen Atletico Madrid in der Champions League habe es der deutsche Nationalspieler "besser gemacht und ein paar tolle Pässe in die Tiefe gespielt". Es folgte ein deutlich schwächerer Auftritt in der Liga bei der Nullnummer gegen Fulham und Agbonlahor vermisst den Killerinstinkt im Vergleich zu anderen PL-Stars auf seiner Position im offensiven Mittelfeld: "Er braucht diesen Hunger auf Tore, den Rayan Cherki hat, den Cole Palmer hat und den Martin Ödegaard jetzt hat. Bruno Fernandes auch."

Agbonlahor, dem in 322 Einsätzen in der Premier League 73 Treffer gelangen, zog auch einen Vergleich zu seiner eigenen Zeit als Profi im englischen Oberhaus: "Wenn du auf der 10 spielst, ist das eine tolle Sache. Ich habe da ein paarmal für Villa gespielt und ich habe es geliebt. Du kannst dich frei bewegen, hast den Ball oft und kannst Dinge initiieren. Er muss eine Menge mehr liefern, als er es im Moment tut."

In dieser Saison wartet Wirtz noch auf seinen ersten Treffer. Ein magerer Assist steht für den 23-Jährigen nach fünf Pflichtspielen zu Buche. Dazu ist Wirtz laut WhoScored mit 53 Ballverlusten der Spieler in der Premier League, der in dieser Saison am häufigsten die Kugel verlor.

Wirtz' Situation war auch Thema bei der Pressekonferenz des neuen Bundestrainers Jürgen Klopp am Donnerstag. Der ehemalige Liverpool-Coach erklärte, man müsse "davon wegkommen, dass man besondere Szenen von ihm sehen will". Sein Ansatz sei eher: "Man muss damit zufrieden sein, dass ein Flo Wirtz ein Spiel spielt, in dem er alles gegeben hat, aber keine Torbeteiligung hatte. Einfach dem Jungen das Gefühl geben: Das war heute mehr als in Ordnung. Das hat uns als Mannschaft geholfen. Wir haben 1:0 oder 2:0 gewonnen."

Stattdessen bringe es wenig, wenn "dann alle Experten dasitzen und diskutieren, warum er immer noch nicht funktioniert hat. (...)" Klopp nominierte den WM-Teilnehmer (45 Länderspiele, 11 Tore) für die zweite Hälfte der anstehenden Länderspiele gegen Serbien und Griechenland Anfang Oktober.

Bei Liverpools 3:1-Sieg am Dienstagabend gegen Tottenham Hotspur in der dritten Runde des Carabao Cups erhielt Wirtz eine Verschnaufpause und stand nicht im Kader. Am Sonntag wird er im Ligaspiel gegen Bournemouth wieder in der Startformation erwartet.


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