Die ersten Anzeichen sprechen gegen ihn: Bayern-Star Aleksandar Pavlovic droht unter Jürgen Klopp eine Fortsetzung der verkorksten DFB-Karriere | Goal.com Deutschland

Публикувано на 21 Sep 2026 | Време за четене: 3 минутиDie ersten Anzeichen sprechen gegen ihn: Bayern-Star Aleksandar Pavlovic droht unter Jürgen Klopp eine Fortsetzung der verkorksten DFB-Karriere | Goal.com Deutschland

Vor Jürgen Klopps erster Kadernominierung erlaubte sich Toni Kroos einen kleinen Scherz. In seinem Podcast "Einfach mal Luppen" fragte ihn sein Bruder Felix, welche drei Spieler er diesmal nominieren würde, die bei der WM-Blamage gefehlt hatten. Kroos' schnippische Antwort: "Pavlovic, Wirtz und Musiala."

Tatsächlich waren die drei in Nordamerika natürlich dabei, blieben aber allesamt sehr unauffällig und zählten zu den größten individuellen Enttäuschungen einer insgesamt enttäuschenden deutschen Mannschaft. Für Aleksandar Pavlovic war die WM ein weiterer Tiefpunkt einer bis dato völlig verkorksten Nationalmannschaftskarriere, die im Kontrast steht zu seinem Werdegang in München.

Dort entwickelte sich Pavlovic unter Thomas Tuchel 2024 zum Stammspieler, untermauerte diesen Status unter Vincent Kompany und ist längst eine der prägenden Figuren im Spiel des FC Bayern. Manchester City soll diesen Sommer bereit gewesen sein, 100 Millionen Euro für ihn zu bezahlen, doch der 22-Jährige blieb lieber in seiner Heimatstadt. Vermutlich hätte ihn der FC Bayern sowieso nicht gehen lassen. Zu wichtig ist er längst als Fußballer und auch als Identifikationsfigur. In dieser noch jungen Saison überzeugte Pavlovic bei seinem Lieblingsverein stets.

Beim DFB-Team fand Pavlovic derweil aus verschiedenen Gründen nie wirklich in die Spur. Kurz nach seinem Debüt verpasste er die Heim-EM 2024 aufgrund einer Mandelentzündung. Anschließend fiel er immer wieder ausgerechnet während Länderspielphasen aus. Mal wegen eines Schlüsselbeinbruchs, mal wegen Pfeifferschem Drüsenfieber. 

Ex-Bundestrainer Julian Nagelsmann kritisierte Pavlovic wiederholt für seine Unpässlichkeiten. Im September 2025 verzichtete der Bundestrainer wegen vermeintlich fehlender Spielpraxis sogar freiwillig auf ihn. Nachfragen zu seinen Ausfällen und Nagelsmanns Aussagen bügelte Pavlovic damals für seine Verhältnisse ungewohnt direkt weg: "Es nervt mich, dass das immer wieder hervorgerufen wird."

Ab Oktober war Pavlovic zurück in der Nationalmannschaft und fortan auch gesetzt. In der Qualifikation neben Leon Goretzka, ehe ihm Nagelsmann kurz vor der WM plötzlich Felix Nmecha zur Seite stellte. Die beiden hatten zuvor noch nie zusammengespielt, entsprechend dysfunktional stellte sich ihre Partnerschaft dar. Während der Dortmunder immerhin individuelle Akzente setzte, enttäuschte Pavlovic durchweg. 

Unter Klopp wird es eine Doppelsechs Nmecha/Pavlovic zunächst nicht geben, was an Joshua Kimmich liegt. Wie Klopp bei seiner Nominierungs-Pressekonferenz bestätigte, kehrt Kimmich von rechts hinten ins Mittelfeld zurück. Als Kapitän dürfte er dort unumstritten sein. Für Pavlovic ist Kimmichs Versetzung Fluch und Segen zugleich. Fluch, weil es dadurch nur noch einen freien Platz gibt. Segen, weil Pavlovic beim FC Bayern auf der Doppelsechs bestens mit Kimmich harmoniert und damit gute Argumente für eine Fortführung dieses Zusammenspiels im DFB-Team hat.

Inwiefern Klopp diese Argumente überzeugen, erscheint aktuell aber fraglich. Die ersten Anzeichen sprechen jedenfalls eher gegen Pavlovic. Anders als Kimmich und Nmecha fehlt er im Kader für die ersten beiden Länderspiele inklusive des prestigeträchtigen Duells mit den Niederlanden und des Heimspiels gegen Griechenland. Aller Voraussicht nach wird Klopp zunächst auf eine Doppelsechs Kimmich/Nmecha setzen. Damit sie sich für die Zukunft einspielen? Die Bild berichtete zuletzt, dass Klopp mit Nmecha als tragender Säule plant.

Pavlovic wurde derweil in den zweiten Kader berufen. Genau wie sein Münchner Kollege Tom Bischof, mit dem er dann in den beiden abschließenden Spielen gegen Serbien und in Griechenland die Doppelsechs bilden könnte.

Beim FC Bayern sind die beiden direkte Rivalen um den Platz neben Kimmich. Im Sommer wirkte es noch so, als könnte Bischof tatsächlich Pavlovics Stammplatz gefährden. Der 21-Jährige hatte es nicht in Nagelsmanns WM-Kader geschafft, nahm die Vorbereitung insofern unbelastet und pünktlich auf und empfahl sich mit guten Leistungen in den Testspielen.

Pavlovic kehrte nach der enttäuschenden WM erst mit Verspätung zurück, verteidigte seinen Stammplatz dann aber in beeindruckender Manier. Abgesehen vom DFB-Pokal-Duell mit dem VfL Osnabrück stand er bis dato in jedem Pflichtspiel in der Startelf, zeigte dabei gewohnt dominante Leistungen und sammelte sogar schon drei Scorerpunkte.

Kader 1

Kader 2

Joshua Kimmich

Aleksandar Pavlovic

Felix Nmecha

Tom Bischof

Nadiem Amiri

Mika Baur

Yannik Engelhardt 

Vitaly Janelt

Anton Stach

Felix Keidel


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