Beim FC Bayern kein Unbekannter: Star-Berater verhalf FCB angeblich zu Gesprächen mit Supertalent | Goal.com Deutschland

Nach Informationen der Manchester Evening News hat auch Ali Barat im Poker um Wunderkind JJ Gabriel seine Finger im Spiel. Der Starberater der Agentur "Epic Sports" habe mitgeholfen, die Gespräche zwischen Spieleseite und den dem Vernehmen nach interessierten Vereinen FC Bayern München sowie Real Madrid zu initiieren.
Dem Bericht zufolge habe Barats Auftreten für eine Überraschung bei Manchester United, dem Noch-Arbeitgeber des 15-Jährigen, gesorgt. Spielerberater dürfen nämlich offiziell keine Provision bei U16-Spielern veranschlagen oder Zahlungen annehmen. Mit seinem Vorstoß hat sich der schon zweifach als weltbester Agent ausgezeichnete Iraner aber bereits in Stellung gebracht, um den Teenager in Zukunft unter Vertrag zu nehmen.
Barat gehört aktuell zweifellos zu den größten Beratern des Geschäfts, eckt aufgrund seines Auftretens aber auch immer wieder an. Bekanntheit erlangte er unter anderem durch die Abwicklung des Leihgeschäfts von Nicolas Jackson mit dem FC Bayern München, woraufhin er sich in einer skurrilen Mitteilung mit der Überschrift "Ali Barat hat das Spiel neu definiert" kurzerhand selbst feierte und Details zum Geschäft zwischen dem deutschen Rekordmeister und dem FC Chelsea enthüllte. In diesem Sommer verlor er aufgrund der Posse um Noah Atubolu jedoch etwas an "Glanz", dem er falsche Versprechungen gemacht haben soll. Schließlich trennten sich die Wege und der Torhüter verhandelte auf eigene Faust seine Zukunft, die inzwischen Eintracht Frankfurt heißt.
Gabriel will Manchester übereinstimmenden Medienberichten zufolge unbedingt verlassen und soll sogar darum gebeten haben, seine Registrierung beim Klub aufzuheben. Der Vorgang habe bei United für einen "Schock" gesorgt und sei "fast beispiellos", hieß es in einem Bericht des Telegraph. Laut der Daily Mail ist seine Familie der Ansicht, dass die Red Devils gegenüber Teams wie Arsenal, Manchester City, Bayern München, Barcelona und Real Madrid drastisch ins Hintertreffen geraten sind.
Aus Spanien ist derweil zu hören, dass Barca und Real im Rennen um den jungen Offensivspieler die Nase vorn haben sollen. Den Katalanen stattete er zuletzt angeblich sogar einen Besuch ab. Wie Sky Sports unlängst berichtete, fanden bereits fortgeschrittene Gespräche mit beiden spanischen Weltklubs statt.
Indes soll es bereits seit Februar Kontakt zum FC Bayern geben. Jüngst angesprochen auf Gabriel, hielt sich Sportdirektor Christoph Freund aber bedeckt. "Ich spreche nicht über Spieler, die bei anderen Vereinen unter Vertrag stehen. Wir kennen den Spieler, weil er sehr, sehr talentiert ist - ein außergewöhnliches Talent. Mehr kann ich dazu aber nicht sagen", sagte er und dementierte einen aktuellen Austausch mit der Spielerseite.
Neben der gewaltigen Konkurrenz im Werben um Gabriel stellen auch die internationalen Transferregeln ein Hindernis bei einer potenziellen Verpflichtung da. Als Engländer dürfte der hochtalentierte Angreifer grundsätzlich erst ab seinem 18. Geburtstag zu einem europäischen Klub wechseln und dort als Profi spielen, was auch für Real oder Barca ein Problem wäre. Allerdings gibt es einen Ausweg. Weil sein Vater aus Irland stammt und seine Mutter zypriotische Wurzeln hat, könnte sich der Youngster einen EU-Pass sichern.
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