"Verrückt?": Klublegende Francesco Totti macht Streit mit Vereinsführung der AS Rom öffentlich | Goal.com Deutschland

Публикувано на 25 Sep 2026 | Време за четене: 2 минути"Verrückt?": Klublegende Francesco Totti macht Streit mit Vereinsführung der AS Rom öffentlich | Goal.com Deutschland

Aussagen aus Francesco Tottis neuer Autobiografie "Oltre" enthüllen ein brisantes Detail über Paulo Dybalas Transfer zur AS Rom im Sommer 2022. Die Roma wollte Dybala damals die legendäre Trikotnummer 10 übergeben, doch Vereinsikone Totti schob der Aktion hinter den Kulissen einen Riegel vor.

Wie der Weltmeister von 2006 in seinem Buch schildert, trat die Klubführung der Giallorossi damals indirekt an ihn heran, um die Sache abzusegnen. Der Plan des US-amerikanischen Eigentümerkonsortiums sah vor, dass Totti die symbolträchtige Nummer im Rahmen einer spektakulären Präsentation im Colosseo Quadrato persönlich an den Neuzugang überreicht.

Totti reagierte nach eigenen Angaben fassungslos. Seine Antwort lautete: "Seid ihr alle verrückt?" Dem ehemaligen Kapitän ging es dabei nicht um Eifersucht, sondern darum, nicht die Verantwortung für eine Entscheidung übertragen zu bekommen, die er selbst nicht getroffen hatte.

Den Offiziellen stellte er frei, das Trikot eigenständig zu übergeben: "Wenn ihr den Mut habt, gebt es ihm doch selbst." An den Spieler gerichtet, betonte Totti seine Wertschätzung: "Ich habe nichts gegen den Spieler. Im Gegenteil, ich mag ihn sehr, auch als Mensch. Er ist ein toller Kerl. Aber ich antwortete: Wenn ihr das vorhabt, dann macht es, ohne mich da mit hineinzuziehen."

Dybala wechselte von Juventus Turin in die italienische Hauptstadt, wo er zuvor ebenfalls mit der Rückennummer 10 aufgelaufen war. Nach dem Veto der Klublegende entschied sich der Argentinier letztlich für die 21, die er bereits zu Beginn seiner Zeit in Turin getragen hatte.

Totti begründete: "Ich wollte nicht, dass die Verantwortung für die Wahl einer anderen Nummer - eine Entscheidung, mit der ich absolut nichts zu tun hatte - auf mich fällt. Die Nummer 10 bei Roma hat Gewicht und es würde unweigerlich zu Vergleichen mit mir selbst führen." Sportlich sieht er den Offensivakteur bis heute positiv: "Für mich gilt: Wenn Dybala fit ist, kann er den Unterschied ausmachen."

Generell spricht sich Totti dagegen aus, seine ehemalige Trikotnummer nie mehr zu vergeben: "Ich möchte mich ganz klar ausdrücken: Ich würde die Rückennummer 10 bei der Roma niemals dauerhaft aus dem Verkehr ziehen. Das wäre, als würde man Kindern einen wunderbaren Traum verwehren. Jeden Tag hoffe ich, dass ein neuer Totti auftaucht. Jemand, der in Rom geboren und in Rom aufgewachsen ist und sich für sein ganzes Leben, für die Ewigkeit, für die Roma entscheidet."

Bei ausländischen Spielern sieht er die Vergabe hingegen kritisch: "Etwas anderes wäre es, dieses Trikot jemandem zu geben, der vom anderen Ende der Welt kommt, nur für eine begrenzte Zeit bleibt und dann wieder geht. Es ist ein zu wichtiges und bedeutungsvolles Symbol, das nur jemandem anvertraut werden sollte, der bei der Roma potenziell 15 oder 20 Jahre lang spielen kann."


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