180 Punkte Abzug? Ehemaliger Profi von Manchester City fordert nach Vorwürfen drakonische Strafe | Goal.com Deutschland

The Athletic hatte vor wenigen Tagen enthüllt, dass ManCity bezüglich Verstößen gegen die Finanzvorschriften und Financial Fairplay-Richtlinien der Premier League in 114 von 115 Anklagepunkten für schuldig befunden wurde. Neben einem Punktabzug und einer hohen Geldstrafe sollen auch mehrere Zwangsabstiege nicht ausgeschlossen sein. Die drakonischen Strafen seien kaum abzuwenden, heißt es.
Dass auch errungene Titel aberkannt werden, liegt angeblich ebenfalls im Bereich des Möglichen. Es soll stichhaltige Argumente dafür geben, dass alle Ergebnisse von ManCity zwischen 2009 und 2018 (Gegenstand der Ermittlungen) für null und nichtig erklärt werden.
In der Sendung talkSPORT Breakfast äußerte sich nun Mills, der selbst fünf Jahre lang das Trikot der Skyblues getragen hatte, zu den Vorwürfen. Ging es nach ihm, sollte City eine drakonische Strafe erhalten.
"Für jede Saison, in der sie betrogen haben, sollte man ihnen für jede kommende Saison einen massiven Punktabzug auferlegen. Wenn sie also neun Jahre lang betrogen haben, sollte man ihnen für die nächsten neun Jahre jeweils 20 Punkte abziehen. Lasst uns schauen, was sie dann noch reißen", so Mills.
Von einem einfachen Zwangsabstieg in die zweite Liga hält er hingegen nichts. Schließlich verfüge der Klub über ausreichend finanzielle Mittel, um nach nur einem Jahr im Unterhaus wieder aufsteigen und direkt oben mitspielen zu können.
"Ich habe gerade von einem Fan gehört: 'Das wäre großartig für die zweite Liga'. Nein, das wäre es nicht. City würde sofort wieder aufsteigen, was bedeutet, dass statt zwei Plätzen für den (automatischen) Aufstieg (aus der Championship) nur noch einer zur Verfügung stünde." Nicht einmal finanziell würde es sich für die Zweitligisten lohnen. "Man spielt in dieser Saison nur zweimal gegen Manchester City, also wird man keine riesigen Einnahmen erzielen."
Wie die Liga letztlich entscheiden wird, wird sich zeigen. "Es gibt kein faires und gerechtes System, weil es so weit zurückreicht, und es wird sehr, sehr schwierig werden, weil andere Vereine sich dann beschweren werden, dass sie benachteiligt wurden und abgestiegen sind - wie soll man das regeln?", glaubt Mills
Wie The Athletic berichtet, haben mehrere Vereine aus der Premier League bereits vor einiger Zeit führende Anwälte eingeschaltet, um im Rahmen des Prozesses gegen die Skyblues möglich Ansprüche zu prüfen. Einfach formuliert: Sollten Benachteiligungen festgestellt werden, stünden jenen Klubs Ausgleichszahlungen zu - und zwar in Millionenhöhe. Laut der Sun könnte sich die Summe auf satte 616 Millionen Euro belaufen.
Rechtliche Schritte könnten die Vereine jedoch erst nach Abschluss des Berufungsverfahrens einleiten. Es ist zu erwarten, dass ManCity Einspruch einlegen wird. Laut Guardian könnte sich der Prozess noch Monate oder gar Jahre hinziehen.
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