Kritik aus den eigenen Reihen? Thomas Tuchel gerät wegen Trent Alexander-Arnold in Bedrängnis | Goal.com Deutschland

Veröffentlicht am 30 Sep 2026 | Lesezeit: 3 MinutenKritik aus den eigenen Reihen? Thomas Tuchel gerät wegen Trent Alexander-Arnold in Bedrängnis | Goal.com Deutschland

Denn nach dem 2:0-Sieg der Three Lions in der Nations League über Tschechien, bei dem Alexander-Arnold in seinem erst zweiten Länderspiel seit der Übernahme von Tuchel Anfang 2025 das 1:0 von Anthony Gordon sehenswert vorbereitete, rutschte ausgerechnet dem Torschützen nach dem Spiel eine brisante Aussage raus, die er selbst sofort korrigierte.

"Er hatte seine eigene Reise mit England. Er hätte wohl mehr spielen sollen", sagte der Offensiv-Star des FC Barcelona, angesprochen auf Alexander-Arnolds Leistung gegen die Tschechen und schob direkt hinterher: "Sorry, er hätte wohl gerne mehr gespielt, als er es getan hat."

Gleichzeitig hob Gordon noch einmal die Qualitäten hervor, die der vor der WM aussortierte Abwehrspieler von Real Madrid den Three Lions geben könne und die letztlich in dessen Torvorlage mündeten. "Nur wenige Spieler haben die Fähigkeiten, Technik und den Mut, womöglich einen Fehler zu machen und diese Flanke zu versuchen. Deswegen ist er so gut und ich wollte unbedingt mit ihm spielen aus diesem Grund", stellte Gordon fest.

Tuchel betonte indes, "nie daran gezweifelt" zu haben, "dass er solche Momente kreieren kann" und sprach von einer "guten Vorlage" und davon, dass der 27-Jährige eine "große Hilfe" gewesen sei. Dennoch hatte sich der Deutsche vor wenigen Monaten ganz bewusst gegen eine WM-Nominierung von "TAA" entschieden. Eine Ausbootung mit Ansage, schließlich fand sich Alexander-Arnold seit der Ankunft Tuchels mehrfach nicht im Aufgebot der Three Lions wieder.

"Es war eine sehr schwere Entscheidung, die wir getroffen haben. Keine Zweifel an seinem Talent, keine Zweifel an seiner Karriere und daran, was er einem Team geben kann. Es ist eine schwierige, vielleicht auch eine harte Entscheidung. Und vielleicht ist sie in gewisser Weise sogar unfair. Aber solche Entscheidungen müssen nun mal getroffen werden. Er muss das akzeptieren", hatte Tuchel schon im März einen abermaligen Verzicht auf Alexander-Arnold zu erklären versucht. Darüber hinaus führte er aus, dass er das Spielsystem im Herbst geändert habe und die nun nominierten Spieler besser in dieses System passen würden.

Das stieß in England auf nur wenig Verständnis. "Ich glaube, da ist etwas Persönliches im Spiel, denn fußballerisch gibt es keinen Grund dafür", sagte etwa Legende Gary Lineker im Podcast 'The Rest is Football' zur Nicht-Nominierung. "Man hat Spieler auf seiner Position, bei allem Respekt, die nicht in derselben Liga spielen wie er, ganz sicher nicht mit dem Ball am Fuß."

Letztlich erreichte Tuchel mit seinem umstrittenen Kader, in dem neben Alexander-Arnold auch andere Stars wie Phil Foden oder Cole Palmer fehlten, bei der WM das Halbfinale und gewann gegen Frankreich ein wildes Spiel um Platz drei. Es war das beste Abschneiden der Three Lions seit dem Titelgewinn 1966. Und dennoch stand Tuchel besonders nach dem bitteren Halbfinal-Aus gegen Argentinien im Kreuzfeuer der Kritik.

"Pure Feigheit" hatte ihm die heimische Presse unisono attestiert, als Tuchel mit einer 1:0-Führung im Rücken Beton anrühren wollte, ausschließlich defensiv wechselte und England dramatisch noch mit 1:2 verlor. Auch der Start in die Nations League ging nach einer zwischenzeitlichen 2:1-Führung gegen Weltmeister Spanien mit 2:3 verloren, Alexander-Arnold spielte dabei keine Minute.

Über sein nun geglücktes Nationalmannschaftscomeback sagte er am Dienstagabend: "Dieser Glaube war immer da, und es ging darum, ihn auf Vereinsebene unter Beweis zu stellen. Der Trainer hat mir eine Chance gegeben, jetzt ist er hoffentlich zufrieden mit meiner Leistung."


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Bericht William Hill

William Hill

4.3

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