Jürgen Klopp spricht Klartext und scherzt über Joshua Kimmich | Goal.com Deutschland

Veröffentlicht am 02 Oct 2026 | Lesezeit: 2 MinutenJürgen Klopp spricht Klartext und scherzt über Joshua Kimmich | Goal.com Deutschland

"Ja, er hat tatsächlich noch ein paar Mal nachgefragt", sagte Klopp bereits im Vorfeld des 2:0-Erfolgs über Serbien am Donnerstag gegenüber BR24 und schob mit einem breiten Grinsen hinterher: "Aber da kann ich Jo sagen, je öfter man fragt, desto weniger wahrscheinlich bekommt man das, was man will."

Kimmich hatte wie viele andere etablierte Nationalspieler nach der 0:1-Pleite gegen Griechenland die Heimreise antreten müssen, um Platz für Klopps "zweiten" Kader zu machen. Nur Torhüter Finn Dahmen (FC Augsburg), Philipp Treu, Yannik Engelhardt (beide SC Freiburg), Bambase Conte (TSG Hoffenheim), Serge Gnabry (FC Bayern) und der inzwischen verletzt abgereiste Nico Schlotterbeck (BVB) sind geblieben.

Gleichwohl betonte Klopp nochmals, dass seine Entscheidung keineswegs leistungsabhängig war. "Er hat einen großartigen Eindruck gemacht und ist ein toller Kapitän. Es ist alles gut", sagte er. Der Bundestrainer wolle die vielen neuen Gesichter in seinem Aufgebot "auch mal sehen, wenn die Platzhirsche nicht da sind" und witzelte: "Die Familie Kimmich hat jetzt Familienurlaub. Ich hoffe, er macht den auch, um ehrlich zu sein."

Auf Nachfrage des ZDF stellte Klopp vor dem Serbien-Spiel erneut klar: "Es ist überhaupt nicht gegen ihn. Dass er so unbedingt dabeibleiben wollte, das zeichnet ihn aus. Ich wollte ihm gar keine Message senden."

Im Vorfeld war Kimmichs Abreise öffentlich heftig diskutiert worden. Unter anderem stieß Klopps - zuvor schon kommunizierte - Maßnahme bei Lothar Matthäus auf Unverständnis. "Kimmich ist nicht nur der Kapitän der 22 Spieler im ersten Kader, sondern auch der Kapitän der anderen Spieler, die sich am Montag in Herzogenaurach getroffen haben. Ich hätte ihn bei allen vier Spielen im Kader gelassen, damit die Neulinge auch ihn kennenlernen", schrieb der Rekordnationalspieler in seiner Sky-Kolumne und hob dessen Wichtigkeit für das Teamgefüge hervor: "Ob er in München trainiert oder spielt - Kimmich ist immer on fire. Er ist der absolute Leader dieser Nationalmannschaft."

Klopp sah sich derweil auch nach dem Spiel mit der Thematik konfrontiert - auch damit begründet, dass das Zentrum um Aleksandar Pavlovic, Tom Bischof und Florian Wirtz in Abwesenheit von Kimmich und dessen Partner Felix Nmecha zu überzeugen wusste. Jegliche Andeutungen über einen möglichen Generationenwechsel im Mittelfeld wischte der Nachfolger von Julian Nagelsmann aber weg.

"Da kann ich leider nicht mitsingen, bei dem Lied", sagte er. Der Plan sei, in unterschiedlichsten Konstellationen eine bestimmte Art von Fußball zu spielen: "Der Fußball muss konstant bleiben. Die Aufstellung kann nicht konstant bleiben. Hauptsächlich, weil Spieler sich verletzen."


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Bericht William Hill

William Hill

4.3

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