Frau von Cristiano Ronaldo schießt bei Instagram gegen Portugals Trainer Jorge Jesus | Goal.com Deutschland

Georgina Rodriguez, die Ehefrau von Cristiano Ronaldo, hat sich angeblich mit scharfer Kritik an Nationaltrainer Jorge Jesus gewandt und dabei ein falsches Zitat verwendet. Nach dem abrupten Abreise-Eklat um Cristiano Ronaldo aus dem Quartier der portugiesischen Nationalmannschaft spitzt sich der Konflikt weiter zu. Laut der Zeitung A Bola postete Rodriguez am Samstagabend eine Instagram-Story, in der sie dem Nationaltrainer fehlende Autorität vorwarf.
Das von ihr genutzte Zitat, das sie fälschlicherweise dem früheren Manchester-United-Coach Sir Alex Ferguson zuschrieb, lautete: "Wenn Jorge Jesus im Innersten wusste, dass er nicht vorhatte, ihn einzusetzen, warum hat er ihn dann überhaupt nominiert? Um ein Zeichen zu setzen? Das ist keine Autorität, das ist Unsicherheit."
Zusätzlich versah sie den Post mit dem Kommentar: "Ich weiß nicht, wie dieser Mann den Namen Christi tragen kann." Der Post wurde nach kurzer Zeit wieder gelöscht.
Der Auslöser des Streits war das Nations-League-Spiel gegen Norwegen. Ronaldo saß beim 2:1-Erfolg über die vollen 90 Minuten auf der Ersatzbank - ein Novum in der 18-jährigen Nationalmannschaftskarriere des Superstars. Am Mittwochabend verließ der Offensivakteur das Trainingslager im Privatjet.
Über die sozialen Medien kündigte der Kapitän eine Klarstellung an: "Zu gegebener Zeit werde ich allen Portugiesen die Wahrheit über die Gründe mitteilen, die mich zu meinem Abschied aus der Nationalmannschaft bewogen haben, der ich mich stets mit vollem Einsatz gewidmet habe." Bereits am Folgetag wurde Ronaldos gewohnte Rückennummer sieben an Rafael Leao vergeben.
Auch aus dem Umfeld des Spielers gab es heftige Reaktionen. Ronaldos Schwester Elma Aveiro sowie der Moderator Piers Morgan griffen den Nationaltrainer öffentlich an. Morgan bezeichnete den 72-jährigen Übungsleiter dabei als "arrogantes Arschloch".
Jesus verteidigte seine Entscheidung auf der Pressekonferenz vor dem Norwegen-Spiel derweil erneut: "Es hat sich nichts geändert. Es gibt Spieler mit einem besonderen Status, aber die Regeln gelten für alle gleich. Das habe ich während meiner gesamten Karriere so gesehen und daran werde ich auch festhalten."
Innerhalb des Kaders bemühte sich indes Bruno Fernandes um Schadensbegrenzung. Der Mittelfeldspieler sagte: "Ich habe mit Cristiano Ronaldo gesprochen und ihm gesagt, dass er das größte Idol unserer Nationalmannschaft und unseres Landes ist und immer bleiben wird."
Fernandes forderte zugleich eine Aufarbeitung der Geschehnisse: "Unsere Nationalmannschaft ist vereint, nicht geteilt. Die Angelegenheiten müssen intern geklärt werden und für beide Seiten gut enden."
Nach Informationen der Sportzeitung Marca sowie des Blattes Correio da Manha beabsichtigt Pedro Proenca, der Präsident des portugiesischen Fußballverbandes, im Anschluss an die Länderspielpause ein klärendes Gespräch zwischen den beiden Parteien anzusetzen.
Während Jesus für einen solchen Austausch offen sein soll, steht die Rückmeldung von Ronaldo noch aus. Unabhängig vom Ausgang des geplanten Treffens hat Jesus angekündigt, seine Sicht der Dinge nach der anstehenden Partie gegen Norwegen am Sonntag darzulegen.
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