Besonderes Transfer-Modell als Lösung? Transfer-Drama um Noah Atubolu vor nächster Wende | Goal.com Deutschland

Wie die Bild berichtet, habe sich Atubolu mittlerweile komplett auf einen Wechsel zu Eintracht Frankfurt festgelegt, keine anderen Klubs aus dem Ausland seien demnach noch in der Verlosung.
Das soll noch vor einer Woche gänzlich anders ausgesehen haben: Denn da soll sich Atubolu laut Bild schon mit Olympique Marseille über einen Wechsel einig gewesen sein, dann folgte jedoch das 0:7-Debakel der SGE gegen Brentford samt Patzer von Kaua Santos und ein Anruf von Sportvorstand Markus Krösche bei Atubolus damaligen Beratern von Epic Sports. Daraufihn soll Atubolu die Gespräche mit Marseille auf Eis und sein Hauptaugenmerk auf die Eintracht gelegt haben.
Am liebsten, so schreibt das Blatt, wolle Atubolu bereits am kommenden Samstag zum Bundesliga-Auftakt bei Union Berlin zwischen den Pfosten der Adler stehen. Doch bis dahin ist es wohl noch ein harter und weiter Verhandlungsweg. Womöglich könnte ein besonderes Transfermodell die Wogen zwischen der SGE und dem SC Freiburg glätten. Denn eigentlich müsste für einen Atubolu-Wechsel noch ein Dominostein bei der Eintracht selbst fallen.
Einer der beiden Torhüter, mit denen Trainer Adi Hütter nicht als Nummer eins für die kommende Saison plant, muss den Klub eigentlich noch verlassen, um den Weg für Atubolu frei zu machen.
Nachdem der so verletzungs- und fehleranfällige Kaua Santos zumindest im DFB-Pokal das Tor hüten durfte, läuft diesbezüglich eigentlich alles auf einen Abgang von Michael Zetterer hinaus. The Athletic hatte vergangene Woche sogar schon von einem bevorstehenden Wechsel zu Leeds United berichtet, wo Zetterer als Nummer zwei hinter James Trafford fungieren soll.
Diesem Ablauf der Ereignisse trat Zetterers Berater jüngst in der Bild aber entschieden entgegen. "Wir sind über Berichte, dass Michael Zetterer kurz vor einem Wechsel stehen soll, sehr überrascht. Diese entsprechen nicht der Wahrheit. Michael und seine Familie fühlen sich in Frankfurt sehr wohl. Ein Wechsel kommt für ihn aktuell nicht infrage", sagte Nico Pellatz. Denoch berichtet die Bild nun aber, dass "Bewegung" in die Transfer-Causa um den 31-Jährigen gekommen und ein Wechsel "möglich" sei.
Das würde nicht nur der Eintracht, sondern auch Atubolu und am Ende dann auch dem Sport-Club aus Freiburg helfen. Bei den Breisgauern hat Atubolu nur noch Vertrag bis 2027, es ist also auf dem Papier zunächst der letzte Sommer, in dem der 24-Jährige dem SCF noch eine Ablöse einbringen würde.
Die Freiburger hatten sich ursprünglich eine Ablöse in Höhe von bis zu 20 Millionen Euro erhofft, ehe der Transfersommer nach Atubolus ausgeschlagener Vertragsverlängerung und dem untermauerten Wechselwunsch für alle Seiten eine bittere Wendung genommen hatte und belastbare Angebote - etwa aus Atubolus Wunschdestination der kaufkräftigen Premier League - für den deutschen Schlussmann ausblieben.
Atubolu hat sich mittlerweile von seiner Berater-Agentur getrennt und die Freiburger würden sich wohl auch mit einem Modell zufrieden geben, dass zumindest den zwölf Millionen Euro schweren Rekordtransfer von Mio Backhaus, der umgehend als Ersatz für Atubolu verpflichtet wurde, refinanzieren würde. Diesbezüglich bringt die Bild auch ein anderes besonderes Transfermodell ins Spiel.
Demnach sei es durchaus möglich, dass Freiburg mit Atubolu doch noch verlängert und dann zunächst auf Leihbasis zur SGE weiterziehen lässt. Anschließend könne eine Kaufpflicht greifen. Laut Bild plane die Eintracht, Atubolu dann einen Vertrag bis 2031 mit einem Jahresgehalt von 2,5 bis drei Millionen Euro zu offerieren.
Dass der SCF dem Torhüter keine Steine in den Weg legen wird und ein Wechsel zur Eintracht eine ernsthafte Option ist, deutete auch Trainer Julian Schuster am Sonntag nach dem souveränen Einzug gegen Fortuna Düsseldorf in die zweite Pokalrunde an. "Grundsätzlich ist Frankfurt ein sehr, sehr großer Verein in Deutschland. Von daher kann das eine Möglichkeit sein, dass er dort zwischen den Pfosten steht", sagte Schuster.
Zudem betonte er, dass Atubolu im Falle eines Wechsels topfit bei seinem neuen Klub aufschlagen werde und der Keeper, der in den kommenden Jahren auch in der deutschen Nationalmannschaft eine ernsthafte Option sein dürfte, nicht vom Training ausgeschlossen wurde. "Wir sind immer wieder im Austausch und integrieren ihn dann entsprechend bei uns ins Training. Das ist unsere Aufgabe und unsere Pflicht, wenn jemand unter Vertrag steht. Und das tut er. Deshalb gucken wir, dass wir ihn belasten und trainieren, dass er da grundsätzlich auf einem neuen Level ist", sagte Schuster.
Konkrete Verhandlungen zwischen Freiburg und Frankfurt habe es in der Causa laut Bild aber auch am Wochenende noch nicht gegeben.
Orijinal haberi okuyun