Transfer von Legende nur ein Trostpflaster! Kompanys Ex-Klub gleicht einem Trümmerhaufen | Goal.com Deutschland

Şu adreste yayınlandı 08 Oct 2026 | Okuma zamanı: 1 dakikaTransfer von Legende nur ein Trostpflaster! Kompanys Ex-Klub gleicht einem Trümmerhaufen | Goal.com Deutschland

Es ist noch gar nicht so lange her, dass sich Fans und Experten die Augen rieben, als Sportvorstand Max Eberl nach einem unvergleichbarem Absage-Hagel Vincent Kompany als Trainer FC Bayern aus dem Hut zauberte. Der Belgier, als Trainer noch ein nahezu unbeschriebenes Blatt, war wenige Wochen zuvor mit dem FC Burnley aus der Premier League sang- und klanglos abgestiegen.

Seine Kritiker ließ Kompany nach seiner Ankunft im Sommer 2024 in München mit seinem atemberaubenden Fußball und Charme in Windeseile verstummen. Im Nordwesten Englands hat sich der Wind aber auf drastische Art und Weise gedreht.

Zwar ist Burnley nach wie vor der Inbegriff einer Fahrstuhl-Mannschaft. Etwas mehr als zwei Jahre nach dem Abschied des früheren Weltklasse-Innenverteidigers gleicht der Verein jedoch einem Trümmerhaufen - sowohl sportlich als auch finanziell.

Doch der Reihe nach. Kompany hatte Burnley nach dem Abstieg 2022 mit der sagenhaften und zugleich historischen Ausbeute von 101 Punkten fulminant in die Premier League zurückgeführt. Den Absturz in die erneute Zweitklassigkeit wusste der heutige FCB-Coach aber nicht zu verhindern. Ein Umstand, den Vorgänger Sean Dyche damals zur Weißglut brachte.

FCA

Bundesliga

10. Okt. 2026

FCB

WAT

England Championship

10. Okt. 2026

BUR

Der inzwischen 55-Jährige, der mit Burnley zweimal aufgestiegen war und den Klub fünf Spielzeiten im englischen Oberhaus hielt, polterte: "24 Punkte, glaube ich, haben sie mit ihm geholt. Dafür haben sie 150 Millionen Euro ausgegeben - und er hat den Job bei den Bayern bekommen. Ich weiß nicht, wie das geht! Ich wünschte, ich wäre das gewesen. Ich wünschte, ich hätte den Verein mit 150 Millionen Euro Schulden zurückgelassen und dann den Job bei den Bayern bekommen. Wie auch immer, das Leben nimmt so seine interessanten Wendungen."

Unter anderem verpflichtete Burnley Zeki Amdouni für die Rekordsumme von 18,6 Millionen Euro. Doch es half nichts. Mit gerade einmal 24 Punkten (fünf Siege und 24 Niederlagen) und einem Torverhältnis von 41:78 hieß es am Ende Platz 19. Einen direkten Wiederaufstieg später gelang es zu Kompanys Verteidigung aber auch Nachfolger Scott Parker nicht, den abermaligen Abstieg zu verhindern. Zurück in der zweitklassigen Championship sollte in dieser Saison Kompanys Landsmann Nicky Hayen den Fahrstuhl-Knopf aufwärts drücken.

Allerdings befindet sich der Aufzug in Burnley aktuell auf dem Weg noch weiter nach unten - nämlich ins sportliche Niemandsland. Die traurige Realität: Tabellenkeller statt Aufstiegsplätze. Nach acht Spieltagen steht der Verein als einzig siegloses Team der Liga mit mickrigen vier Pünktchen ganz unten. Mit 17 Gegentore stellt Burnley gemeinsam mit Norwich City außerdem die schlechteste Defensive der Liga.

Der frühere KSC-Torhüter Max Weiß, vor der Saison frisch zur Nummer eins befördert, hat seinen Stammplatz inzwischen verloren. Kapitän Kyle Walker wurde zuletzt auf die Bank verbannt. Der von den Maßnahmen erhoffte Befreiungsschlag blieb im Duell mit Derby County vor der XXL-Länderspielpause jedoch aus.

Das 1:1 bedeutete bereits das vierte Remis in der noch jungen Spielzeit. Das ausgerufene Ziel Wiederaufstieg rückt immer weiter in die Ferne. Schließlich schaffte es in der Championship noch nie ein Verein aufzusteigen, der nach acht Partien noch keinen Dreier eingefahren hat. "Das ist schwer zu verkraften", sagte Hayen nach Abpfiff: "Es ist frustrierend.“ 

Darüber hinaus sprach Hayen schon offen über seine mögliche Entlassung, der die Mannschaft nach durchaus erfolgreichen Jahren bei Club Brügge (Meister und Pokalsieger) erst 29 Tage vor dem ersten Pflichtspiel übernommen hatte. "Ich weiß, wie es im Fußball läuft, aber ich habe auch gesagt, dass es viele Gründe gibt, und man kann das berücksichtigen oder auch nicht", sagte er gegenüber BBC Radio Lancashire und betonte: "Ich weiß, dass ich dafür verantwortlich bin und wenn sie entscheiden, dass es nicht gut genug ist, dann werden wir sehen."

Trotz des diesmal höchstwahrscheinlich ausbleibendem Jo-Jo-Effekts darf Hayen aber vorerst weitermachen. Die Alarmglocken schrillen jedoch auch mit Blick auf den Kontostand. So wählte die BBC unlängst die zur Situation passende Metapher: "Das Problem bei Jo-Jos ist, dass man sie nicht mehr zurückbekommt, wenn sich der Schwung umkehrt und die Schnur schlaff wird." Gleichwohl trifft das Wort "schlaff" auf den finanziellen Hebel des Vereins zu. Burnley ist weit davon entfernt, die sportliche Schieflage mit namhaften Transfers im Winter zu korrigieren.

In erster Linie dafür verantwortlich ist Alan Pace. Der US-Amerikaner hatte Burnley im Dezember 2020 mit seiner Investmentgesellschaft ALK Capital übernommen. Finanziert wurde der Kauf allerdings mit Krediten. Im Umkehrschluss liegt ein Großteil der finanziellen Last auf dem Verein selbst, die durch den Abstieg aufgrund der deutlich geringerer Einnahmen im Vergleich zur Premier League enorm ist. Der aktuelle Schuldenberg beträgt nach Informationen des Guardian umgerechnet über 165 Millionen Euro. Im Zuge der Übernahme soll das Unternehmen dem Verein außerdem noch 94 Millionen Euro schulden.

Wenig verwunderlich sah sich Pace bei den vergangenen Heimspielen wüsten Fangesängen ausgesetzt. Geschäftsführer James Holroyd, einst bei Adidas und Manchester United tätig, zog bereits die Reißleine und erklärte seinen Rücktritt nach nur 15 Monaten im Amt. Mit der Unruhe rund um die Versäumnisse der Führungsetage in der Finanzplanung einhergehend, ist Burnley auf Transfererlöse angewiesen. Insgesamt wurden im Sommer Spieler für rund 124 Millionen Euro - darunter Maxime Esteve an RB Leipzig - veräußert, während Neuzugänge für die in England verhältnismäßig geringe Summe von knapp über 53 Millionen Euro kamen.

Bezeichnend für das Ungleichgewicht in Burnleys Kader ist die Stürmerposition. Der 20 Millionen Euro teure Verkauf von Zian Flemming an Ipswich Town, der vergangene Saison trotz des Abstiegs immerhin elf Tore erzielte und nach zwei Spieltagen bereits zwei Treffer in der Championship markierte, wurde nicht reinvestiert. Stattdessen kam der 19-jährige Dastan Satpaev per Leihe vom FC Chelsea und der zuvor vereinslose Jamie Vardy kurz vor Schließung des Transferfensters.

Die glorreichen Zeiten des legendären Torjägers, der einst Leicester City sensationell zur Meisterschaft schoss, sind längst vorüber. Die Verpflichtung ist - wenn überhaupt - ein Trostpflaster. Bisher kam der 39 Jahre alte Altstar nur zu zwei torlosen Kurzeinsätzen.

Hoffnung auf den Klassenerhalt macht lediglich die Statistik, dass von den zuvor zehn nach acht Partien noch sieglosen Teams letztlich noch sieben die Rettung schafften. Ein Abstieg in die drittklassige League One würde für Burnley wohl in allen Belangen den Super-GAU bedeuten.

Platz

Verein

Spiele

Tore

Punkte

1

Swansea City

8

13:6

17

2

West Ham United

8

22:11

15

3

FC Middlesbrough

8

16:12

15

4

Wolverhampton Wanderers

7

15:10

14

5

West Bromwich Albion

8

10:8

14

6

Queens Park Rangers

8

10:7

13

7

Stoke City

8

13:12

13

8

Bristol City

8

11:12

13

9

Charlton Athletic

8

7:10

12

10

Birmingham City

8

12:11

11

11

FC Millwall

8

15:15

11

12

Lincoln City

8

7:8

11

13

FC Southampton

8

19:10

10

14

AFC Wrexham

8

9:12

10

15

Bolton Wanderers

8

11:15

10

16

Blackburn Rovers

8

12:12

9

17

Norwich City

8

16:17

9

18

Sheffield United

8

9:11

9

19

FC Portsmouth

7

9:10

8

20

FC Watford

8

7:10

8

21

Cardiff City

8

10:12

7

22

Derby County

8

7:14

5

23

Preston North End

8

8:15

4

24

FC Burnley

8

9:17

4


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