Karim Coulibaly wechselt von Werder Bremen für bis zu 25 Millionen Euro nach Frankreich | Goal.com Deutschland

Der zu erwartende Millionentransfer von Werder Bremens Abwehrjuwel Karim Coulibaly steht übereinstimmenden Medienberichten zufolge kurz vor dem Abschluss.
Wie Sky und Foot Mercato berichten, hat Werder ein neuerliches Angebot von Racing Straßburg akzeptiert. Laut Sky überweist der französische Erstligist für Coulibaly eine Sockelablöse in Höhe von 20 Millionen Euro an die Weser. Bis zu fünf Millionen Euro an Bonuszahlungen könnten noch oben drauf kommen, zudem soll sich Bremen eine zehnprozentige Weiterverkaufsbeteiligung gesichert haben.
Von Werders Verantwortlichen habe Coulibaly die Freigabe, den Medizincheck in Straßburg zu absolvieren, heißt es. Ein millionenschwerer Abschied des jungen Innenverteidigers aus Bremen in diesem Sommer galt seit Monaten als wahrscheinlich.
Mehrere namhafte Klubs hatten den 19-Jährigen, der vergangene Saison den Durchbruch in der Bundesliga schaffte, auf dem Zettel, darunter wohl auch Borussia Dortmund und Paris Saint-Germain. Angesichts von Coulibalys bevorstehendem Wechsel nach Straßburg aber besonders interessant: der FC Chelsea.
Das Konsortium BlueCo hat bekanntlich sowohl in Straßburg als auch bei den seit diesen Sommer von Xabi Alonso trainierten Blues seine Finger im Spiel. Immer wieder wechseln Spieler auf kurzem Dienstweg zwischen den beiden Partnervereinen, dementsprechend ist es wahrscheinlich, dass Coulibaly Straßburg als Sprungbrett in Richtung Chelsea sieht.
Die Londoner waren schließlich auch einer der Topklubs, denen hartnäckig Interesse an dem Youngster nachgesagt wurde, sehen in Coulibaly dem Vernehmen nach großes Potenzial. Interessant für Werder: Sollte Straßburg den Linksfuß im Verlauf der kommenden Jahre für viel Geld an Chelsea abgeben, kassiert auch der Bundesligist dank der Weitverkaufsbeteiligung mit.
Coulibaly, 2024 aus dem Nachwuchs von Erzrivale Hamburger SV zu Werder gewechselt, war bei den Norddeutschen zu Beginn der vergangenen Saison zunächst begünstigt von Personalsorgen in die Stammelf gespült worden. Weil er seine Sache gut machte, blieb er dort dann weitgehend, kam 2025/26 auf 27 Einsätze in der Bundesliga (ein Tor).
Im 25-Millionen-Gesamtpaket avanciert Coulibaly nun hinter dem legendären brasilianischen Spielmacher Diego (2009 für 27 Millionen Euro zu Juventus Turin) zum zweitteuersten Verkauf der Bremer Vereinsgeschichte. Werders Transfereinnahmen in diesem Sommer steigen damit auf über 40 Millionen Euro und die Verantwortlichen um Geschäftsführer Profifußball Clemens Fritz haben frisches Geld zur Verfügung, um den Kader weiter zu verstärken. Hauptziel soll dabei sein, den zuletzt bereits ausgeliehenen Mittelfeldspieler Cameron Puertas fest zu verpflichten. Dessen Stammklub Al-Qadsiah will dem Vernehmen nach rund zehn Millionen Euro Ablöse dafür sehen.
Coulibaly, in Bremen eigentlich noch bis 2029 unter Vertrag, kommt derweil in eine junge Straßburger Mannschaft, die es 2025/26 bis ins Halbfinale der Conference League schaffte. Nach Platz acht in der Ligue 1 sind die Franzosen diese Saison allerdings nicht international vertreten.
Für die Zukunft gilt Coulibaly als potenzieller Hoffnungsträger des DFB-Teams. Seit der U17 durchlief er die deutschen Junioren-Auswahlen und feierte Ende März im EM-Qualifikationsspiel gegen Nordirland (3:0) sein Debüt in der U21. Allerdings ist der DFB gewarnt: Coulibaly hat Wurzeln in der Elfenbeinküste und die Ivorer sollen bei dem gebürtigen Oldenburger bereits für einen Verbandswechsel geworben haben.
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