Sabotage vom Trainer: Mikel Arteta baute Stolperfallen in Saisonvorbereitung beim FC Arsenal ein | Goal.com Deutschland

Публикувано на 11 Sep 2026 | Време за четене: 2 минутиSabotage vom Trainer: Mikel Arteta baute Stolperfallen in Saisonvorbereitung beim FC Arsenal ein | Goal.com Deutschland

Mikel Arteta hat zugegeben, Teile der Saisonvorbereitung beim FC Arsenal eigenhändig sabotiert zu haben, um den Kader abzuhärten. Auf der Anreise zum Champions-League-Duell bei Neapel, das die Londoner letztlich mit 1:0 im Stadio Diego Armando Maradona für sich entschieden, sorgten technische Ausfälle an Londoner Flughäfen für eine verspätete Ankunft der Mannschaft in Italien.

Arteta nimmt genau solche Unwägbarkeiten im Reiseplan nicht nur gelassen hin, sondern simuliert sie gezielt selbst. "Ich liebe solche Herausforderungen und versuche, sie schon in der Vorbereitung zu provozieren. Wenn sie dann im Ernstfall auftreten, haben wir sie bereits erlebt und sind gewappnet", sagte der Spanier.

Es gehe ihm dabei vor allem darum, Routinen aufzubrechen und die Resilienz des Kaders zu testen: "Man kommt zum Beispiel sehr spät im Stadion an, die Routine wird durchbrochen und plötzlich müssen die Spieler anders reagieren. So etwas kann passieren: Man verpasst den Flieger, der Zug hat Verspätung, es herrscht dichter Verkehr. Ich möchte nicht, dass Spieler oder Betreuer in Panik geraten. Sie sollen sich stattdessen an die Situation anpassen."

Gefragt sei eine professionelle Haltung, selbst unter schwierigen äußeren Bedingungen: "Okay, wir sitzen zwei, drei Stunden länger im Flugzeug - wie gehen wir damit um? Man kann gemeinsam spielen, Zeit miteinander verbringen, schlafen oder die Zeit anderweitig nutzen. Aber man darf sich auf keinen Fall beschweren oder es als Ausrede benutzen, denn das bringt uns überhaupt nicht weiter", sagte Arteta.

Der Coach scheute während der Saisonvorbereitung keinen Aufwand, um künstliche Barrieren zu errichten, wie er enthüllte: "Wir haben Mahlzeiten oder den Transport verzögert, eine andere Route gewählt - wir haben vieles ausprobiert. Wir haben die Kabine aufgeheizt, die Bedingungen erschwert, weniger Schlafgelegenheiten bereitgestellt und Ähnliches, denn wir müssen uns immer wieder auf unterschiedliche Situationen einstellen."

Einen vergleichbaren Weg ging der Trainer schon in der Vergangenheit. Vor einem Auswärtsspiel beim FC Liverpool dröhnten im Training die Gesänge der Anfield Road aus Lautsprechern. Bei einem gemeinsamen Abendessen heuerte die Vereinsführung sogar einen professionellen Taschendieb an, der den Spielern unbemerkt Wertgegenstände entwendete, um deren Aufmerksamkeit zu schärfen.

Der Nutzen dieser Psychospiele liegt für den Spanier auf der Hand: "Wir versuchen, solche Dinge vorwegzunehmen und bestmögliche Bedingungen zu schaffen. Wenn dann am Spieltag selbst kein Überraschungsmoment oder Stressfaktor auftritt, ist das ein großer Vorteil."

Der sportliche Ertrag gibt dem Vorgehen recht. Die Gunners präsentieren sich zu Beginn der Spielzeit in beeindruckender Frühform, gewannen alle bisherigen fünf Pflichtspiele und gastieren am kommenden Samstag im Stadium of Light bei Sunderland.


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