"Die Kiddies identifizieren sich damit eher als vielleicht wir": Vincent Kompany und Max Eberl reagieren auf Michael Olises bemerkenswertes Interview | Goal.com Deutschland

Публикувано на 12 Sep 2026 | Време за четене: 3 минути"Die Kiddies identifizieren sich damit eher als vielleicht wir": Vincent Kompany und Max Eberl reagieren auf Michael Olises bemerkenswertes Interview | Goal.com Deutschland

Cheftrainer Vincent Kompany und Sportvorstand Max Eberl haben Bayern Münchens Superstar Michael Olise nach dessen bemerkenswertem Interview vom Donnerstagabend in Schutz genommen.

Der französische Nationalspieler, der dafür bekannt ist, nicht gerne Interviews zu geben, hatte nach dem 5:0-Erfolg der Münchener über Bodö/Glimt für Aufsehen gesorgt, als er DAZN-Reporter Jochen Strutzky mit seiner Unlust zur Verzweiflung trieb.

"Michael Olise ist jemand, der Fußball spielen will. Und das nebendran lässt ihn eher kalt", sagte Eberl auf der Pressekonferenz vor dem Bundesligaspiel gegen Elversberg. "Das haben wir schon bei seiner Vorstellung vor zwei Jahren gesehen. Nicht jeder Mensch ist gleich."

Er betonte aber auch: "Wenn wir mal in die Sozialen Medien schauen, dann wird er gefeiert. Weil die Leute einfach sagen: Das ist ein Fußballer, der soll Fußball spielen, der soll Spaß haben. Und die Kiddies identifizieren sich damit eher als vielleicht wir. Für uns ist das Wichtigste, dass er zeigt, was er auf dem Platz kann. Und das macht er brillant." Eberl wies in dem Zuge darauf hin, dass Olise in fünf Spielen dieser Saison dreimal zum Man of the Match gekürt wurde.

Kompany war es wichtig, etwas anderes noch herauszustellen. Der Belgier grätschte daher rein: "Darf ich eine Frage an den Journalisten stellen, der die Frage gestellt hat? Sind Sie nicht zufrieden, dass das jetzt viral gegangen ist? Wenn er alle Fragen beantwortet, wie ich das mache, geht nichts viral."

Er stellte außerdem heraus, dass Olise sich außerhalb des Rasens stets professionell verhalte: "Sponsoren wollen einfach, dass über ihn gesprochen wird. Und wenn Michael da ist, dann wird über die Sponsoren gesprochen. Wo wir ehrlich sein müssen: Michaels Art hat für keinen Sponsor und für keinen Journalisten schlechten Wert. Auf keinen Fall. Und jeder genießt das. Wir sollten nicht zu viel vermischen."

Beim viel diskutierten Interview unter der Woche eröffnete Strutzky mit einer Frage zu Olises Traumtor aus gut 25 Metern zum zwischenzeitlichen 4:0 in der Allianz Arena. Der Treffer sei "überragend" gewesen, wie fühle er sich denn für Olise selbst an? Dieser meinte schmallippig: "Keine Ahnung." Auf das Nachhaken, ob er es wirklich nicht wisse, schüttelte Olise nur mit dem Kopf.

Nächster Strutzky-Versuch, diesmal mit der Frage, wie solch ein Treffer zustandekomme, intuitiv oder mit Nachdenken. "Ich meine, ich schieße und dann geht er rein oder eben nicht", klärte Olise auf.

Auf die Anmerkung, wenn es denn so einfach wäre, dann könnte das ja jeder tun, lächelte Olise kurz und stellte dann klar: "Ich bin nicht der einzige, der Tore schießen kann." Strutzky verzweifelte langsam und sagte: "Sie machen es mir hier ziemlich schwer, ein Interview zu führen. Was macht sie denn glücklich, was bringt sie zum Lachen? Tore zu schießen?" Olise nickte kurz, sagte "ja" und dann war das Interview vorbei.

Etwas redseliger war der 24-Jährige am Mikro der offiziellen UEFA-Medien. Da sprach er noch von einer "guten Leistung" seiner Mannschaft: "Die erste Hälfte war etwas schwierig, weil sie tief standen. Aber als das Spiel offener wurde, konnten wir unsere Chancen nutzen." Ob die Lehre nun sei, dass Bayern im vergleich zum Vorjahr vielleicht geduldiger sein müsse, meinte er: "Wir spielen genauso wie letztes Jahr. Und was auch immer passiert, passiert."

Was denn Cheftrainer Vincent Kompany beim Stand von 0:0 in der Halbzeit gesagt habe? "Weiß ich nicht. Er meinte, dass sich das Spiel öffnen werde und wir unsere Chancen bekommen." Und wie viel Spaß es mache, in dieser FCB-Mannschaft zu spielen? "Es ist gut. Wir kennen alle unsere Laufwege und wir wissen, wie wir zusammenspielen müssen. Also läuft es gut. Wir sind glücklich."

Olise gilt als medienscheu und gibt selten Interviews. Auch deshalb bekam er den Spitznamen "Mr. Nonchalant" verpasst.


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