Die Gegner verzweifeln an Michael Olise: "Sie haben alle einfach nur die Arme in die Luft geworfen" | Goal.com Deutschland

Jubel, Staunen, Resignation: Michael Olises Traumtor für Frankreichs Nationalmannschaft am Freitagabend in der Nations League gegen Italien sorgt für Reaktionen aller Couleur.
Der Superstar des FC Bayern erzielte beim 1:1 im Stade de France den zwischenzeitlichen Führungstreffer für die Mannschaft des neuen Cheftrainers Zinedine Zidane. Kurz nach Wiederanpfiff überraschten die Franzosen ihre Kontrahenten bei einem Freistoß aus rund 18 Metern mit einer Variante. Während alle mit der Ausführung durch Rayan Cherki rechneten, tippte der City-Kicker das Leder nur kurz an. Olise nahm Anlauf und knallte die Kugel mit links an die Unterkante der Latte. Von dort landete sie im Kasten.
Der an diesem Abend glänzend aufgelegte Azzurri-Schlussmann Gianluigi Donnarumma zeigte praktisch keine Reaktion, als das Leder neben ihm einschlug. Er wäre ohnehin machtlos gewesen.
Ein Schulterzucken ließ sich Donnarumma noch entlocken. Ähnlich resignierend wie sein Keeper auf der Linie waren auch Italiens Coach Roberto Mancini und sein Staff vor der Gästebank. "Sie haben alle einfach nur die Arme in die Luft geworfen", berichtete RAI-Reporterin Tiziana Alla von der Seitenlinie. "In solch einer Situation kann man auch nichts anderes tun."
Überschwänglich war dagegen der Jubel bei Olise und seinen Mitspielern. Der Starspieler des FC Bayern verschwand in einer blauen Jubeltraube und klatschte am Ende mit Vorbereiter Cherki ab. "Was für ein Hammer, ein sensationelles Tor", feierte DAZN-Kommentator Stefan Galler in sein Mikro. "Über die Mauer geschlenzt, direkt an die Unterkante. Gar keine Chance, keine Reaktion bei Donnarumma."
Für Olise, der auch in München einen herausragenden Start in die neue Saison hingelegt hat, war es bereits der zweite Geniestreich binnen weniger Tage im Dress der Nationalmannschaft. Bereits beim Sieg am zweiten Nations-League-Spieltag gegen Belgien (1:0) markierte er einen besonderen Treffer: In der 88. Minute vollendete er einen langen Sololauf per Schlenzer und besorgte damit den Sieg der Equipe tricolore.
Bei jenem Tor rastete Zidane an der Seitenlinie komplett aus und drosch im Vollsprint einen dort liegenden Ball weg. Auch beim Olise-Treffer gegen Italien gab es eine Explosion beim ehemaligen Weltklassespieler: Er ballte beiden Fäuste und stieß einen Jubelschrei in den Nachthimmel von St. Denis. Die Sportzeitung L'Equipe schwärmte derweil: "Olise, der Mann der Meisterleistungen".
Trotz des Traumtors reichte es für die Franzosen allerdings nur zu einer Punkteteilung: Italiens aufgerückter Abwehrspieler Alessandro Bastoni sorgte 13 Minuten später mit seinem Tor für den 1:1-Endstand und damit für einen Achtungserfolg der Mancini-Elf.
Zidane sagte später: "Wir können stolz auf die Spieler sein, ich bin sehr zufrieden. Natürlich sind wir enttäuscht, die drei Punkte nicht geholt zu haben, aber die Leistung war sehr gut." Er sei "frustriert" für seine Schützlinge, dennoch sei die Leistung "ermutigend" gewesen.
In der Gruppe A1 liegt Frankreich zur Halbzeit schließlich mit sieben Punkten auf Platz eins. Am Montag (20.45 Uhr/DAZN) geht es nun gegen Mark van Bommels Belgier, die mit sechs Punkten erster Verfolger sind.
Прочети оригиналната новина
