Verzichtet der BVB für die Fans auf einen millionenschweren Deal? | Goal.com Deutschland

Публикувано на 06 Oct 2026 | Време за четене: 2 минутиVerzichtet der BVB für die Fans auf einen millionenschweren Deal? | Goal.com Deutschland

Das dürfte einen Großteil der Fans des BVB mächtig freuen: Borussia Dortmund tendiert wohl dazu, die Partnerschaft mit dem Rüstungskonzern Rheinmetall zu beenden.

Die Sport Bild berichtet von einer ersten Tendenz in der Vereinsführung, den 2027 auslaufenden Vertrag mit dem Düsseldorfer Konzern nicht zu verlängern. Einer der Hauptgründe für eine mögliche Trennung sei die Beziehung zu den eigenen Fans. An jene appelliert Carsten Cramer, unlängst zum Vorsitzender der Geschäftsführung befördert, seit Monaten.

Der Abschluss des Deals im Jahr 2024 hatte für eine Welle der Entrüstung bei Dortmunds Anhängerschaft gesorgt. Beim damaligen Heimspiel-Auftakt in der Bundesliga gegen Eintracht Frankfurt war die "Gelbe Wand" mit Schildern und Spruchbändern versehen, auf denen klare Kante gezeigt wurde. Unter anderem hieß es "Kohle first, Werte second". Zudem stand ein Modellpanzer aus Pappe vor dem Signal Iduna Park. Der Tenor des Protestes: Der Konzern, der auch Waffen herstellt, verdiene sein Geld mit Krieg, nicht mit Frieden.

Darüber hinaus kam es bei der Mitgliederversammlung vor und zwei Jahren zu einem vernichtenden Ergebnis. 65 Prozent der 855 teilnehmenden Mitglieder stimmten gegen das Sponsoring. Hans-Joachim Watzke sprach anschließend von einem "deutlichen Signal", schränkte aber ein, dass er sich das komplette Meinungsbild der mehr als 200.000 Mitglieder einholen wolle: "In einer Gesamtbewertung muss ich aber auch für mich bewerten, dass es 0,25 Prozent unserer Mitglieder sind. Ich bin Demokrat, ich akzeptiere das Ergebnis von gestern. Das war ein erster Fingerzeig." Bindend war das Ergebnis für den Verein ohnehin nicht.

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Finanziell gesehen wäre ein Ende der Partnerschaft für den BVB aber durchaus ein Einschnitt. Pro Jahr sollen bis zu zehn Millionen Euro von Rheinmetall an die Borussia fließen. Trotz besagter Zweifel der Dortmunder hat der Konzern selbst indes keine Absichten, die Partnerschaft zu beenden.

"Wir sind mit der Partnerschaft zufrieden und bewerten sie als Erfolg. Sie unterstützt unsere Sichtbarkeit als Technologiekonzern und als attraktiver Arbeitgeber. Unter unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern stößt die Partnerschaft auf große Begeisterung, die Angebote für die Belegschaft werden gut angenommen", teilte Rheinmetall auf Nachfrage der Sport Bild mit. Außerdem hätten sich ein offizieller Fanklub gegründet und Fußballcamps für ukrainische Kinder stattgefunden. "Auch der angestrebte gesellschaftliche Dialog über Sicherheit und eine wehrhafte Demokratie ist in Gang gekommen. Diesen Austausch verstehen wir als langfristige Aufgabe, die wir weiter aktiv begleiten werden", heißt es weiter.

Rheinmetall kündigte an, "über eine Verlängerung über 2027 hinaus und den möglichen Umfang unseres künftigen Engagements" mit dem BVB gemeinsam entscheiden zu wollen. Der Zeitpunkt der Gespräche sei noch nicht festgelegt. "Im Vordergrund steht jetzt für uns, die laufende Partnerschaft erfolgreich weiterzugestalten."


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