Kehrt Thilo Kehrer in die Bundesliga zurück? Ein alter Bekannter lockt den 28-fachen Nationalspieler wohl | Goal.com Deutschland

Eintracht Frankfurt will diesen Sommer möglichst noch einen erfahrenen Innenverteidiger verpflichten und hat dabei wohl unter anderem Thilo Kehrer im Auge.
Einem Bericht der Bild zufolge würde Eintracht-Trainer Adi Hütter nicht zögern, sollte sich die Möglichkeit eines Kehrer-Transfers ergeben. Der neue, alte Coach der SGE hält viel von dem 29-Jährigen, holte ihn 2024 während seiner Zeit bei der AS Monaco von West Ham United zu dem französischen Erstligisten.
In Monaco steht Kehrer zwar noch bis 2028 unter Vertrag und ist seit seiner Ankunft vor zweieinhalb Jahren stets Stammspieler. In französischen Medien gilt ein Abgang des Abwehrmannes in diesem Sommer dennoch als möglich. Auf einem anderen Blatt Papier, gibt die Bild zu bedenken, stünde dann jedoch, ob Frankfurt eine Kehrer-Verpflichtung finanziell stemmen könnte.
Sportlich würde der Deutsche jedenfalls gut zur Innenverteidigersuche der Eintracht passen, die dringend eine erfahrene Soforthilfe für das Abwehrzentrum sucht, die gehobenes Bundesliga-Niveau mitbringt. Kehrer kann das sicher liefern, verfügt zudem über reichhaltige internationale Erfahrung. 2018 war er vom FC Schalke 04 zu Paris Saint-Germain gewechselt, auf vier Jahre in der französischen Hauptstadt folgte ein eineinhalbjähriges Intermezzo bei West Ham. Seit Anfang 2024 spielt Kehrer nun eine gute Rolle in Monaco.
Für eine Rückkehr in die deutsche Nationalmannschaft reichte das zuletzt allerdings nicht. Im Juni 2025 war er das bis dato letzte Mal für das DFB-Team nominiert worden, nachdem er schon zuvor zwei Jahre außen vor geblieben war. Unter dem ehemaligen Bundestrainer Hansi Flick mauserte sich Kehrer einst zu einem Hoffnungsträger der Nationalelf, stand zwischenzeitlich zehnmal in Folge in der Startelf und schaffte es in den Kader für die WM 2022, bei der er im zweiten Gruppenspiel gegen Spanien (1:1) auch einen Einsatz verzeichnete.
Während jener Zeit kam Kehrer, der insgesamt bei 28 Länderspielen steht, auch seine Flexibilität zugute. So kann er nicht nur als Innenverteidiger, sondern auch auf beiden Außenverteidigerpositionen spielen.
In Frankfurt wurden die Rufe nach Verstärkungen - und das insbesondere für die Abwehr - nach der Testspielklatsche beim FC Brentford am vergangenen Wochenende lauter. Mit 0:7 gingen die Hessen in England unter und offenbarten dabei allen voran in der Defensive eklatante Schwächen.
Auch Torwart Kaua Santos soll nach einer schwachen Vorstellung zur Debatte stehen, die Spekulationen über eine Verpflichtung von Noch-Freiburg-Keeper Noah Atubolu könnten neue Fahrt aufnehmen. Auch eine Rückholaktion von Lukas Hradecky, wie Kehrer aktuell bei der AS Monaco angestellt, soll Thema sein.
Neben Kehrer hat Frankfurt derweil laut Bild einige weitere Innenverteidiger im Blick. Ko Itakura stand demnach auf der Liste, der Japaner peilt aber offenbar eine Rückkehr von Ajax Amsterdam zu Borussia Mönchengladbach an. Mit Diogo Leite denken die Verantwortlichen der Eintracht um Sportvorstand Markus Krösche wohl über einen weiteren guten Bekannten aus der Bundesliga nach. Der Portugiese hat Union Berlin mit Ablauf seines Vertrages nach vier Jahren verlassen, wäre ablösefrei zu haben. Leite will zu einem ambitionierteren Verein, hat den passenden bisher allerdings noch nicht gefunden.
Für Frankfurt steht am Freitag das erste Pflichtspiel der neuen Saison an, wenn man in der 1. Runde des DFB-Pokals bei Oberligist SC St. Tönis zu Gast ist. Acht Tage später wird es dann in der Bundesliga erstmals wieder ernst, zum Auftakt gastiert die Eintracht bei Union Berlin.
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