Abschied von Joao Palhinha steht unmittelbar bevor: FC Bayern akzeptiert wohl überraschend niedrige Ablöse | Goal.com Deutschland

Wie die portugiesische Sportzeitung Record berichtet, gebe es zwischen den Bayern und Benfica Lissabon über den Transfer von Palhinha mittlerweile eine grundsätzliche Einigung. In den vergangenen Stunden seien demnach "deutliche Fortschritte" gemacht worden und nur noch letzte Details zu klären.
Der Rekordmeister akzeptiere demnach eine fixe Ablöse in Höhe von nur 14 Millionen Euro für den defensiven Mittelfeldspieler. Zur Erinnerung: Vor zwei Jahren hatten die Münchner noch 51 Millionen für den heute 31-Jährigen an den FC Fulham überwiesen.
Palhinha war da schon ein Jahr lang der Wunschspieler des damaligen Trainers Thomas Tuchel gewesen, der den Portugiesen als "Holding Six" unbedingt haben wollte. Ein Wechsel im Sommer 2023 platzte kurz vor dem Vollzug, weil die Cottagers keinen Ersatz für Palhinha organisiert bekamen. So musste er vom Medizincheck in München wieder nach England zurückreisen.
Als Palhinha dann tatsächlich beim FC Bayern unterschrieb, war Tuchel schon Geschichte und Trainer Vincent Kompany konnte nicht viel mit dem defensivstarken Zentrumsspieler anfangen, weil der Belgier auf eine Spielstarke Doppel-Sechs mit Joshua Kimmich und Aleksandar Pavlovic setzen wollte.
Schon nach seiner überaus dürftigen Debütsaison, die zudem von einem Platzverweis und einigen Verletzungsproblemen begleitet wurde, war klar, dass Palhinha kaum mehr eine Zukunft unter Kompany bei den Bayern haben wird. Also verliehen die Münchner ihn zu Tottenham Hotspur, wo Palhinha zwar durchaus überzeugte, allerdings trotz Kaufoption nicht fest verpflichtet wurde.
Der Deal mit den Spurs aber soll nicht etwa an den festgeschriebenen 25 Millionen Euro für eine feste Palhinha-Verpflichtung gescheitert sein, sondern vielmehr daran, dass sich der Portugiese nicht mit Tottenham auf ein aus seiner Sicht berechtigtes Jahressalär hatte einigen können.
Bei Benfica soll Palhinha nun laut Record 2,5 Millionen Euro netto pro Jahr verdienen und dazu ein Handgeld in Höhe von einer Million Euro erhalten. Die Ablösesumme, die die Bayern für den Spieler einstreichen, soll in Raten bezahlt werden. Zudem könne sie sich nach Angaben des Blattes noch um fünf Millionen Euro durch Bonuszahlungen erhöhen, drei davon seien "leicht zu erreichen". Neben Benfica galten zuletzt aus der Premier League auch Newcastle United und abermals Aston Villa als potenzielle Abnehmer für Palhinha.
Sportvorstand Max Eberl hat trotz des großen Minus, mit dem ohnehin zu rechnen war, immerhin einen Teil seiner vom mächtigen Aufsichtstrat gestellten Aufgabe für den restlichen Transfersommer erfüllt. Neben Palhinha sollen zwingend noch Sacha Boey und Bryan Zaragoza den Klub verlassen.
Bei beiden müssen sich die Münchner aber noch in Geduld üben, belastbares Interesse anderer Klubs oder gar konkrete Angebote gab es zuletzt nicht. Bei Zaragoza kommt erschwerend hinzu, dass er aufgrund einer Entzündung im Knie weite Teile der Vorbereitung gar nicht absolvieren konnte.
"Wir haben noch fast zweieinhalb Wochen Zeit", gab sich Eberl zuletzt in der Causa der beiden Streichkandidaten betont gelassen.
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