Toni Kroos wartet vergeblich auf Jürgen Klopps Nachricht: "Ich habe mich so gefreut" | Goal.com Deutschland

Bundestrainer Jürgen Klopp (59) wirbt bei ehemaligen Größen des DFB-Teams um Unterstützung für seinen neuen Kurs. Toni Kroos (36) ist allerdings nicht dabei.
Der Weltmeister von 2014 enthüllte dies im Podcast 'Einfach mal Luppen', den er gemeinsam mit seinem Bruder Felix (35) betreibt.
Hintergrund ist ein Schreiben Klopps, das in der vergangenen Woche an verdiente Nationalspieler rausgegangen war. In diesem Newsletter schrieb der Nachfolger Julian Nagelsmanns unter anderem: "Ich war als Spieler meilenweit von einer Nominierung entfernt, heute darf ich sie als Bundestrainer selbst vornehmen. Das ist ein großes Privileg, das ich sehr zu schätzen weiß. So wie ich Eure Verdienste gar nicht hoch genug einschätzen kann."
Und weiter: "Ich freue mich sehr, wenn Ihr unsere Nationalmannschaft bei ihrem Neustart auf dem Weg Richtung Europameisterschaft 2028 weiter begleitet und unterstützt. Denn wir alle sind die Nationalmannschaft."
Kroos allerdings erreichte diese Nachricht nach eigenen Angaben nicht. "Ich habe das auch gelesen, es ist aber noch nichts gekommen. Die Schlussfolgerung des Ex-Profis von Real Madrid: "Vielleicht bin ich auch kein verdienter Nationalspieler." Er überprüfte während der Aufnahme nochmal seinen Posteingang, allerdings ohne auf Klopps Newsletter zu stoßen.
Kurzerhand will Kroos nun selbst die Sache in die Hand nehmen und den Bundestrainer von sich aus kontaktieren: "Ich schreibe ihm bei WhatsApp, wo die E-Mail bleibt. Ich habe mich so gefreut und jetzt kommt einfach nichts." Durchaus humorvoll vermutet er eine Zweiklassengesellschaft und sagte mit Blick auf Klopps ehemaligen BVB-Schützling: "Kevin Großkreutz hat bestimmt eine vom Kloppo bekommen, da bin ich mir sicher."
Kroos absolvierte seit seinem Debüt im Frühjahr 2010 114 Länderspiele, in denen ihm 17 Tore gelangen. Höhepunkt seiner DFB-Karriere war der Gewinn der WM in Brasilien 2014. Der zentrale Mittelfeldspieler trat bereits nach der Europameisterschaft 2021 aus der Nationalmannschaft zurück, feierte aber drei Jahre später bei der deutschen Heim-EM ein Comeback. Anschließend beendete er seine aktive Laufbahn.
Im seinem Podcast nimmt Kroos immer wieder auch augenzwinkernd die Situation der DFB-Elf unter die Lupe.
In der vergangenen Woche erlaubte er sich zum Beispiel einen Seitenhieb auf drei Hoffnungsträger unter Klopp: Auf die Frage nach drei Spielern, die nicht bei der jüngsten WM dabei waren, aber nun berufen werden könnten, meinte er lachend: "Ich habe mir drei Spieler aufgeschrieben, die bei der WM nicht dabei waren. Und zwar Pavlovic, Wirtz und Musiala." Bruder Felix verstand den Witz zunächst nicht und fragte verwundert: "Wie? Was? Bei welcher WM waren die nicht da?" Dann aber dämmerte es ihm: "Weil die unauffällig waren, oder wie?"
Alle drei Spieler zählten später zu Klopps Kader. Musiala verletzte sich allerdings vor dem ersten Spiel gegen die Niederlande und musste abreisen. Pavlovic und Wirtz sind nun zum XXL-Aufgebot gestoßen und Startelfkandidaten für das Spiel gegen Serbien am Donnerstagabend.
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