Wut auf Leihgabe des FC Bayern: Fans wünschen Bryan Zaragoza den Tod | Goal.com Deutschland

Veröffentlicht am 10 Oct 2026 | Lesezeit: 3 MinutenWut auf Leihgabe des FC Bayern: Fans wünschen Bryan Zaragoza den Tod | Goal.com Deutschland

Bayern Münchens Leihspieler Bryan Zaragoza hat in Spanien mehr oder weniger unfreiwillig einen Eklat provoziert.

Der Angreifer stachelte mit dem Jubel über sein erstes Saisontor beim 1:1 von Espanyol Barcelona beim FC Malaga am Freitagabend die Fans der Gastgeber gehörig an und wurde anschließend übel beleidigt. Das war nach dem Schlusspfiff im La Rosaleda ein großes Thema.

Die Szene hatte ihren Ursprung in der 13. Spielminute. Zaragoza vernaschte zwei Gegenspieler und vollstreckte sehenswert ins kurze Eck. Anschließend feierte er ausgelassen ausgerechnet vor der Malaga-Kurve. Offensichtlich ein ziemliches No-Go für die Anhänger, schließlich wurde Zaragoza in Malaga geboren.

Die Fans beleidigten ihn teils übel. Die Gürtellinie wurde dabei spätestens unterschritten, als Zaragoza sich später noch mit einem Kontrahenten auf dem Rasen anlegte und deutlich hörbar "Bryan, stirb" von den Rängen gerufen wurde.

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Womöglich witterten die Fans eine Botschaft Zaragozas an ihren Verein, schließlich wollte Malaga Zaragoza vor einigen Jahren trotz eines Probetrainings nicht verpflichten. Der 25-Jährige aber dementierte bei DAZN, dass er dies bei seinem Jubel im Hinterkopf hatte: "Es war keine Botschaft an die Zuschauer. Ich respektiere den Verein, aber ich habe hier noch nie gespielt und schon lange kein Tor mehr geschossen – und wenn ich ein Tor schieße, werde ich es feiern." Sein Jubel habe seiner Frau und seinem Sohn gegolten. Falls sich jemand dadurch beleidigt gefühlt habe, "entschuldige ich mich", so der Angreifer. Die Gesänge der Fans seien aber "ein Fehler" gewesen, stellte er fest.

Überhaupt respektiere er Malaga, "weil es der Verein meiner Stadt ist, aber wenn ich ein Tor schieße, warum darf ich dann nicht jubeln? Ich verstehe die Wut auf mich nicht." Er habe schließlich "nichts Falsches getan". Ganz vergessen hatte er den einstigen Korb Malagas aber dann doch nicht: "Ich hätte hier spielen können, aber sie wollten mich nie. Sie haben sich geirrt."

Getrübt wurde Zaragozas Abend in der Heimat aber nicht nur von den Unmutsäußerungen der Fans, sondern auch vom späten Ausgleich Malagas. In der dritten Minute der Nachspielzeit egalisierte Adrian Nino Zaragozas Treffer. "Das sei "beschissen, total beschissen", konstatierte Zaragoza: "Wir gehen mit einem sehr schlechten Nachgeschmack nach Hause, weil das Tor praktisch in der allerletzten Spielszene fiel." Espanyol belegt aktuell den elften Tabellenplatz, Malaga ist Vorletzter.

Zaragoza ist seit dem vergangenen Sommer vom FC Bayern an Espanyol verliehen. In München hatte er sich seit seinem Transfer im Januar 2024 nicht durchsetzen können. Insgesamt absolvierte Zaragoza beim FCB lediglich sieben Pflichtspiele. Da der Klub in den vergangenen Transferphasen keinen Abnehmer für eine feste Verpflichtung fand, besitzt Zaragoza weiterhin einen bis 2029 datierten Vertrag an der Säbener Straße.

Seit Sommer 2024 wurde er durchgehend verliehen - nach Osasuna, Vigo und zur AS Rom. Der aktuelle Deal mit Espanyol beinhaltet eine Kaufpflicht, die unter bestimmten Bedingungen greift.

In der vergangenen Woche stellte er in der As allerdings klar, dass er seinen Transfer zum FCB "niemals bereuen" werde. Für sein Scheitern dort habe es "viele Faktoren" gegeben. Er führte aus: "Ich war ein 20-Jähriger, der zum FC Bayern wechselte, einem der besten Vereine der Welt, wenn nicht sogar dem besten. Auf meiner Position spielte Musiala, der für mich damals der Beste der Welt war, und dazu noch Sane, Gnabry, Coman - ich könnte noch tausend weitere Namen nennen."

Und weiter: "Ich kam gerade aus der zweiten Liga, hatte erst zehn Spiele in der ersten Liga bestritten, und dann kam der FC Bayern. Das ist nicht einfach: die Sprache, das Klima, das Essen, das Verlassen meiner Komfortzone. Ich glaube nicht, dass ich wegen meines fußballerischen Niveaus keinen Erfolg hatte. Ich glaube, es lag an den Rahmenbedingungen. Es war ein sehr großer Schritt in meiner Karriere, für den ich noch nicht bereit war."


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Bericht William Hill

William Hill

4.3

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