"Maximale Irritation": Der merkwürdige Abgang einer Toptalents vom FC Bayern | Goal.com Deutschland

Şu adreste yayınlandı 10 Sep 2026 | Okuma zamanı: 1 dakika"Maximale Irritation": Der merkwürdige Abgang einer Toptalents vom FC Bayern | Goal.com Deutschland

Der "FC Bayern plant Arijon Ibrahimovic fest ein", titelte der deutsche Rekordmeister bei der Bekanntgabe der Vertragsverlängerung des 20-Jährigen am 7. Juli. Sportdirektor Christoph Freund lächelte auf dem offiziellen Pressefoto in die Kamera und schwärmte: "Jetzt geht es für ihn nicht mehr allein ums Lernen - jetzt geht es ums Angreifen, hier beim FC Bayern!"

Zwei Monate später kann Ibrahimovic bereits ein Bundesliga-Spiel und einen Treffer vorweisen, steht nach zwei Siegen in zwei Spielen an der Tabellenspitze - allerdings nicht wie vielleicht erwartet mit dem Branchenprimus aus der Landeshauptstadt, sondern mit dem FC Augsburg.

'Heute hier, morgen dort, bin kaum da, muss ich fort', dürfte sich der bereits mehrfach verliehene Offensivspieler wie im von Hannes Wader gesungenen Lied gedacht haben, als die Roten plötzlich doch nicht mehr mit ihm planten. Und das, nachdem er sich riesig gefreut hatte, "dass ich die Chance bekomme, beim größten Klub der Welt spielen zu dürfen."

Er sollte der Back-Up des nimmermüden Dauerbrenners Luis Diaz werden, stattdessen erklärte Sportboss Max Eberl kurz vor dem Deadline Day im Rahmen einer Pressekonferenz plötzlich: "Wenn was da ist, was spruchreif ist, was interessant sein kann für beide Beteiligten, dass man dafür dann eben nochmal offen wäre."

Es bleibt allerdings die Frage, wie offen Ibrahimovic wirklich für einen Abgang vom deutschen Rekordmeister war, wenngleich Freund in der Pressemitteilung am 1. September behauptete, man sei "mit Arijon übereingekommen, dass es für seine Entwicklung am besten ist, wenn wir ihn noch eine weitere Saison ausleihen."

Laut Sport1 soll Ibrahimovic "maximal irritiert" gewesen sein, auch dessen Berater Roman Rummenigge habe sich dem Bericht nach durch den unabgesprochenen Eberl-Vorstoß "vor den Kopf gestoßen" gefühlt. Von ihrer Seite aus hätte es demnach offenbar keinen Grund für einen Kurswechsel gegeben, zumal er sich aufgrund der gesendeten Signale gute Chancen auf Spielzeit ausgerechnet hatte.

Auch Werder Bremen soll sich um ihn bemüht haben, den Zuschlag bekam aber Augsburg. Der FCA sicherte sich am Ende neben einer Leihe bis Saisonende auch eine Kaufoption in Höhe von acht Millionen Euro, wobei Ibrahimovic laut Freund immer noch "ein junger Spieler mit großartigen Anlagen ist, und er braucht in dieser Phase regelmäßig Spielpraxis. Die wird er beim FC Augsburg bekommen, und wir werden ihn auf diesem Weg weiter eng begleiten."

Eine Umschreibung für 'es reicht einfach noch nicht für die Bayern'? Die genauen Hintergründe für den Kurswechsel bleiben unklar, nach einigen vergebenen Großchancen in der Vorbereitung kam aber zumindest in der Fanbasis immer wieder Kritik an Ibrahimovic auf. Dabei wurde ihm unter anderem die nötige Klasse für große Spiele abgesprochen.

Der Start in der Fuggerstadt hätte für Ibrahimovic derweil nicht besser laufen können, unter Trainer Manuel Baum stand er in seinem ersten Spiel direkt in der Startelf und steuerte auch noch einen Treffer zum 4:1-Sieg bei Eintracht Frankfurt bei. Zumindest für den Moment hat der hastige Abschied von der Säbener Straße für Ibrahimovic doch einen positiven Effekt gehabt.


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