Michael Olise soll regelrecht "Angst" haben: FC Bayern führt wohl klärendes Gespräch mit Superstar | Goal.com Deutschland

Wie die Sport Bild berichtet habe dies dazu geführt, dass Olise sich nun stärker bemühen wolle, den Verein auch gegenüber Medien oder bei Marketing- oder Sponsorenterminen positiver zu repräsentieren.
Olise hat sich seit seiner Ankunft in München vor zwei Jahren den Ruf den Spitznamen "Mister Nonchalant" erarbeitet. Bei den Meisterfeiern hielt er sich ausschließlich im Hintergrund auf, spielte sogar auf dem Handy Schach und gab sich explizit teilnahmslos. Auch Interviews mit Journalisten nach Spielen geraten aufgrund seiner Schmallippigkeit regelmäßig zur Farce - wie zuletzt nach dem 5:0-Sieg in der Champions League gegen Bodö/Glimt. Auch kam es bei der Teampräsentation im Sommer zu einem fragwürdigen Abgang inmitten einer Challenge mit zwei Teamkollegen, die Geld für den guten Zweck einbringen sollte.
Um etwaige Imageschäden für Klub und auch Spieler zu vermeiden, sollen die Verantwortlichen des deutschen Rekordmeisters mit Berater Glen Tweneboah in München zusammengesetzt haben, um nachzuvollziehen, warum sich Olise so bizarr in der Öffentlichkeit verhält. Das Ergebnis dieses Gesprächs soll die Bayern-Bosse positiv gestimmt haben - auch, weil der Spieler selbst intern in Mannschaftskreisen ein gänzlich anderes Verhalten an den Tag legen soll.
Auch Mitspieler hätten demnach von Olises Attitüden in der Öffentlichkeit Notiz genommen und sähen beim Franzosen ein grundsätzliches Problem, "fremde Menschen an sich heranzulassen", berichtet die Sport Bild. Demnach werde intern sogar "von einer Art Angst" gesprochen, die Olise vor fremden Personen habe und die sich durch die bizarren Auftritte Bahn breche. Olise wolle letztlich keinesfalls arrogant wirken oder ein "Superstar-Gehabe" an den Tag legen.
Nachdem der Verein mit dem 24-Jährigen über dessen öffentliche Auftritte gesprochen hat, bahnen sich weitere Gespräche mit dem Franzosen an. Thema wird dann ein neuer Vertrag sein, den Olise beim FC Bayern unterschreiben soll. Die Verhandlungen dürften sich jedoch schwierig gestalten.
Bislang habe die Spielerseite um Berater Tweneboah noch keine Anstalten gemacht, das noch bis 2029 datierte Arbeitspapier verlängern zu wollen. Die Bayern sollen ihn derweil mit einem neuen Vertrag bis 2032 locken, der Olise bei einer Unterschrift im kommenden Sommer in die Riege der Topverdiener aufsteigen ließe.
Demnach winke Olise bei einem langfristigen Verbleib - wie auch Harry Kane und Jamal Musiala - ein Jahresgehalt von bis zu 25 Millionen Euro. Sein aktuelles Jahressalär beläuft sich dem Vernehmen nach auf 14 Millionen Euro. Damit erhoffen sich die Bayern dem Bericht zufolge eine rasche Entscheidung von Olise, der andernfalls eine weitere Saison kein Spitzenverdiener wäre.
Allerdings sei aus dem Umfeld des 24-Jährigen zu hören, dass eine Vertragsunterschrift nur bei der Zusicherung einer Ausstiegsklausel erfolgen würde. Eine solche Klausel hatte sich Olise bereits bei Ex-Klub Crystal Palace gesichert, die letztlich der FC Bayern im Sommer 2024 für 53 Millionen Euro zog. In seinem aktuellen Arbeitspapier gibt es entgegen internationaler Gerüchte in der jüngeren Vergangenheit eine solche Klausel jedoch nicht, wie unter anderem Sportdirektor Max Eberl bestätigte.
Wie hoch die Summe für die festgeschriebene Ablöse, die sich die Olise-Seite wünschen soll, ausfallen würde, kann derzeit nur spekuliert werden. Ein Betrag jenseits der 200-Millionen-Grenze scheint aber alles andere als unrealistisch.
Nach wie vor gelten besonders Real Madrid und der FC Liverpool als höchst interessiert. Sollte es Olise tatsächlich zu einem neuen Klub ziehen, könnte Florian Wirtz abermals Thema in München werden, spekuliert die Sport Bild. Der deutsche Ausnahmespieler tut sich in Liverpool nach seinem 125 Millionen Euro schweren Wechsel noch immer etwas schwer und war bereits vor seinem Abschied gen Liverpool beim FC Bayern heiß begehrt.
Bis zu einer endgültigen Entscheidung in der Causa Olise dürfte jedoch noch eine Menge Zeit vergehen. Im September gab Eberl aber schon eine Stoßrichtung vor. "Wir sollten bis zum nächsten Sommer wissen, ob es eine Tendenz zur Verlängerung von seiner Seite aus gibt oder nicht", sagte er gegenüber der Sport Bild.
Orijinal haberi okuyun