Wegen Oliver Kahn: FC Bayern München wird kritisiert | Goal.com Deutschland

Kehrt Oliver Kahn nach dem unschönen Aus beim FC Bayern ins Fußball-Business zurück? Bruder Axel spricht in der Abendzeitung über ein mögliches Comeback und übt Kritik an den Mechanismen in München. Nach der Trennung im Mai 2023 verstrich längere Zeit, ehe sich die Wogen rund um den Rauswurf des ehemaligen Vorstandsvorsitzenden an der Säbener Straße glätteten.
Bruder Axel Kahn schätzt dies im Rückblick gelassen ein. "Oliver ist fein damit, da ist nichts hängengeblieben. Das Kahn-Gen macht das schon", sagte der 60-Jährige. Mit einem Augenzwinkern fügte der frühere KSC-Profi an: "Aufstehen und weitermachen gehört zu unseren stärksten Disziplinen. Das hat Oliver sowieso immer ausgezeichnet. Das Leben besteht nicht nur aus Ups, sondern auch aus Downs."
Eine erneute Tätigkeit des Titans im Profifußball ist aus Sicht seines Bruders keineswegs ausgeschlossen, wenngleich er eine klare Empfehlung ausspricht. "Mein Rat an Oliver wäre, sich einen schönen Lebensabend zu machen. Aber nein: Er ist erst 57. Wenn ein Jobangebot kommt, das auf ihn zugeschnitten ist und das er aus seiner Sicht erfolgreich gestalten kann, würde er sich das bestimmt anhören", erklärte Axel Kahn.
Andererseits blickt der ältere der beiden Brüder kritisch auf die Entwicklungen in der Branche. Er würde dem Champions-League-Sieger von 2001 "das Fußball-Business nicht mehr unbedingt ans Herz legen. Es dreht sich alles nur noch um den schnellen Erfolg und sehr viel Geld. Surreale Zahlen auf Kosten der Spieler und den Menschen. Und je älter du wirst, desto extremer ist die psychische Belastung. Ob man sich das noch mal antun muss, weiß ich nicht".
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13. Okt. 2026
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Kahns Amtszeit in der Führungsetage des FC Bayern verlief extrem turbulent. Anfang 2020 trat der frühere Welttorhüter in den Vorstand der Münchner ein, ehe er im Sommer 2021 Nachfolger von Karl-Heinz Rummenigge als Vorstandsvorsitzender wurde. Nach einer von Unruhen geprägten Saison 2022/23 vollzog der Aufsichtsrat am letzten Spieltag unmittelbar vor dem Gewinn der deutschen Meisterschaft die Trennung von Kahn sowie dem damaligen Sportvorstand Hasan Salihamidzic.
Aus Sicht von Axel Kahn sind solche Gepflogenheiten in München kein neues Phänomen. "Beim FC Bayern gab es schon immer diese Grabenkämpfe, das sieht man auch jetzt immer wieder bei Max Eberl. Er muss sich gefühlt für alles rechtfertigen und seinen Platz behaupten - trotz einer ziemlich weißen Weste respektive erfolgreicher Arbeit", sagte er mit Blick auf die Gegenwart.
Die Machtverhältnisse im Verein sieht er klar verteilt: "Letztendlich hat Uli Hoeneß immer das letzte Wort. Aber von was reden wir hier? Vom erfolgreichsten Verein der Welt, da ist Führung die Königsdisziplin."
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