Überragende Aktion: Edler Spender hilft bedürftigen Fans von 1860 München bei Dauerkartenzahlung | Goal.com Deutschland

Ein technischer Kniff verhalf einigen Fans des TSV 1860 München zur Rückerstattung doppelt bezahlter Dauerkarten. Viele drohten jedoch leer ausgehen - bis ein anonymer Geldgeber eingriff. Während die Rückerstattung wertlos gewordener Saisontickets für die Spielzeit 2026/27 bei Zahlungen via Kreditkarte, Debitkarte oder PayPal in vielen Fällen glückte, standen Anhänger mit klassischer Banküberweisung nach dem verweigerten Drittliga-Geld von Investor Hasan Ismaik vor dem finanziellen Verlust.
Hier setzte die Initiative des ungenannten Unternehmers an, der über das Fanportal sechzger.de Kontakt aufnahm. Ziel der Aktion war es, gezielt denjenigen Anhängern unter die Arme zu greifen, die sich den erneuten Ticketkauf für die Regionalliga nach dem erzwungenen Absturz schlicht nicht mehr leisten konnten.
Nach Klärung der Rahmenbedingungen und der Herkunft der Mittel startete der Aufruf Mitte Juli. Bis zum Ablauf der Frist am vergangenen Montagnachmittag gingen insgesamt 90 Unterstützungsgesuche per E-Mail ein. Die Betreiber der Plattform leiteten diese ungeprüft an den Spender weiter.
Dieser übernahm die Sichtung sowie die komplexe Abwicklung eigenständig und investierte neben dem Kapital erheblichen zeitlichen Aufwand. Um Trittbrettfahrer auszuschließen, die lediglich finanzielle Vorteile suchen, filterte der Geldgeber unberechtigte Anträge nach eigener Prüfung heraus.
Die finanzielle Abwicklung erfolgte schließlich rechtssicher über eine zugeschaltete Anwaltskanzlei. Unterm Strich profitierten 71 Löwenfamilien von der Hilfsaktion, bei der 107 Dauerkarten mit einem Gesamtvolumen von 34.243 Euro ausgeglichen wurden. Beim mit 15.000 Zuschauern ausverkauften Heimspielauftakt gegen den FC Augsburg II am Freitagabend (2:2) wurde die Aktion in der Halbzeit per Stadiondurchsage explizit erwähnt und mit viel Applaus bedacht.
Der Großteil der erstattungswürdigen Saisontickets entfiel dabei auf den Stehplatzbereich der Westkurve. Einen besonders hohen Anteil machten zudem Anträge von Personen mit Schwerbehinderung aus. Diese Gruppe zahlt in der sogenannten Stehhalle zwar reduzierte Tarife, trifft eine Verdopplung der jährlichen Ticketkosten durch den Lizenzentzug jedoch besonders hart.
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