Wechselpoker wird dramatischer! Bekommt der FC Bayern München doch kein zusätzliches Geld? | Goal.com Deutschland

Der FC Watford hat laut Sky Sports zwei Angebote über 11,7 Millionen Euro für Nestory Irankunda abgelehnt. Vom Poker um den Ex-Bayern-Stürmer könnte auch der Rekordmeister profitieren. Die Absagen sorgen für Erstaunen, da die portugiesische Sportzeitung A Bolaerst am Mittwoch berichtet hatte, dass Sporting dem Klub eine Ablösesumme von 15 Millionen Euro in Aussicht stellt und dem 20-jährigen Flügelstürmer ein Fünfjahresvertrag winke.
Dass Watford die Offerten in zweistelliger Millionenhöhe dennoch vorerst ausschlägt, verdeutlicht die harte Haltung der Klubführung. Irankunda selbst visiert in diesem Sommer ausdrücklich einen Wechsel an, obwohl er vertraglich noch bis 2030 an die Hornets gebunden ist.
Aufmerksam verfolgt werden die Entwicklungen an der Vicarage Road auch beim FC Bayern München. Der deutsche Rekordmeister ist über eine Weiterverkaufsbeteiligung direkt an der finanziellen Abwicklung eines künftigen Transfers beteiligt.
Laut Sky Sports sicherten sich die Münchner bei Irankundas Verkauf vor etwas mehr als einem Jahr eine Beteiligung von 50 Prozent an einem Folge-Transfer. Im Zuge der aktuellen Verhandlungen kauften die Verantwortlichen aus Watford dem FC Bayern zehn Prozentpunkte dieser Beteiligung ab. Zudem ist die im damaligen Vertrag verankerte Rückkaufklausel der Bayern inzwischen abgelaufen.
Aus finanzieller Sicht erweist sich die Personalie für alle Seiten als lukrativ. Watford hatte Irankunda vor einem Jahr für drei Millionen Euro vom FC Bayern verpflichtet. Bei einem Transfer im Bereich von 15 Millionen Euro würde der englische Klub die investierte Summe mehr als verfünffachen. Durch die verbleibende Weiterverkaufsbeteiligung fließt zeitgleich ein millionenschwerer Betrag direkt in die Kassen der Münchner.
Sportlich blickt der Australier auf ein durchwachsenes Jahr in England zurück. In 42 Pflichtspielen für Watford verbuchte der Angreifer vier Tore und fünf Vorlagen, verpasste mit Tabellenplatz 16 in der Championship jedoch den Wiederaufstieg in die Premier League deutlich.
Auf internationaler Bühne überzeugte der 20-Jährige hingegen zuletzt bei der Weltmeisterschaft in den USA, Kanada und Mexiko: Dort gehörte er zum 26-köpfigen Aufgebot Australiens, bestritt alle vier Partien der Socceroos bis zum Aus im Sechzehntelfinale gegen Ägypten und erzielte dabei einen Treffer.
In München war Irankunda der Durchbruch zuvor verwehrt geblieben. Für die Profimannschaft des FC Bayern absolvierte er kein einziges Pflichtspiel und sammelte stattdessen Spielpraxis in der zweiten Mannschaft sowie mit der U19 in der Youth League. Bei seinem Abschied im vergangenen Jahr hatte das Talent vor allem die mangelnde Kommunikation seitens der Bayern-Verantwortlichen kritisiert.
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