HistorischerMillionen-Deal: Leverkusen-Talent ohne Bundesligaeinsatz lässt Xabi Alonso abblitzen und wechselt zu Juve | Goal.com Deutschland

Für den absoluten Transferrekord eines Ü19-Spielers aus oder in die Bundesliga hat es am Ende zwar nicht gereicht, doch Bayer Leverkusen hat mit Kerim Alajbegovic auf jeden Fall ein sehr gutes Geschäft gemacht.
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Für mindestens 30 Millionen Euro Ablöse (plus zwei Millionen Euro Gebühren und bis zu fünf Millionen Euro möglicher Boni) hat der Bundesligist den 18 Jahre alten bosnischen WM-Teilnehmer (vier Spiele, ein Tor) an Juventus in die Serie A transferiert. So weit, so lukrativ.
Immerhin ist Alajbegovic somit der teuerste unter 19 Jahre alte Spieler, der je aus der Bundesliga transferiert wurde (teuerster Zugang in die Bundesliga bleibt Renato Sanches, für den der FC Bayern 2016 35 Millionen Euro an Benfica bezahlte).
Was dem Ganzen aber die Krone aufsetzt: Alajbegovic hat für Bayer Leverkusen kein einziges Pflichtspiel absolviert - zwischenzeitlich hatte Leverkusen den Linksaußen im vergangenen Sommer sogar schon einmal verkauft: für zwei Millionen Euro an Red Bull Salzburg nach Österreich. Allerdings hatten sich die Leverkusener eine Rückkaufoption über acht Millionen Euro gesichert.
Die hat der Werksklub, nachdem Alajbegovic in Salzburg nach Anlaufschwierigkeiten zu überzeugen wusste (wettbewerbsübergreifend 44 Spiele, 13 Tore, vier Vorlagen) gezogen - um den in der Jugend des 1. FC Köln und Leverkusen aufgewachsenen Alajbegovic nun nach Italien zu transferieren.
Dabei soll Juventus noch nicht einmal das lukrativste Angebot abgegeben haben. Das soll vom FC Chelsea gekommen sein, das sogar 40 Millionen Euro für den Linksaußen mit der beeindruckenden Schusstechnik geboten haben. Da aber Juve dem Vernehmen nach auf Anhieb einen Platz in der Startelf in Aussicht gestellt haben soll, entschied sich der Spieler für Italien und gegen die Premier League und den früheren Leverkusen-Coach Xabi Alonso.
Die Frage aber bleibt, wieso Leverkusen den Offensivakteur überhaupt verkauft hat, wenn man von seinen Qualitäten so überzeugt ist? „Kerim hat nach seiner Zeit bei uns im Nachwuchs zuletzt in Salzburg noch einmal große Schritte gemacht. Gleichzeitig mussten wir realistisch einschätzen, dass der Konkurrenzkampf in unserem Kader, gerade auch auf seinen bevorzugten Positionen, sehr groß ist. Vor diesem Hintergrund und mit Blick auf das Gesamtpaket des Transfers haben wir dem Wechsel nach Italien zugestimmt“, sagt Geschäftsführer Sport Simon Rolfes.
In der Tat hätte Alajbegovic, der auch auf dem rechten Flügel und im offensiven Mittelfeld spielen kann, bei Bayern unter anderem mit Neuzugang Afonso Bastardo Moreira (für 29,5 Millionen Euro von Olympique Lyon) oder Eliesse Ben-Seghir (21) konkurrieren müssen. Auch die Mittelfeldspieler Malik Tillman und Ibrahim Maza wären Konkurrenten gewesen.
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