Wie Max Eberl den FC Bayern München und Uli Hoeneß überzeugt haben soll | Goal.com Deutschland

Die Vertragsverlängerung von Sportvorstand Max Eberl bei Rekordmeister Bayern München befindet sich offenbar auf der Zielgeraden. Wie die Sport Bild berichtet, habe der Präsidialausschuss des Vereins grünes Licht gegeben. Nun muss der Aufsichtsrat die Personalie noch absegnen. Die entsprechende Sitzung dafür soll am 25. August stattfinden.
Kürzlich hatte Ehrenpräsident Uli Hoeneß die Chancen, dass Eberl über seinen bis 2027 laufenden Vertrag hinaus beim FC Bayern arbeiten darf, "auf 100" Prozent beziffert. Am Rande des DFB-Pokal-Finals im Mai hatte Hoeneß die Chancen auf einen Eberl-Verbleib im Spiegel-Interview noch mit "60:40" angegeben. Auch Vereinspräsident Herbert Hainer hatte sich vor Kurzem positiv in der Angelegenheit geäußert.
Dem Bericht zufolge kam es bei Eberl in den vergangenen Wochen zu einer Art Wandlung. Unmittelbar nach dem Pokalfinale habe er verstärkt die Nähe zu Hoeneß und Aufsichtsrat Karl-Heinz Rummenigge gesucht. Einen regelmäßigen Austausch hätten beide Klubgrößen zuvor vermisst. Am Tag der Erhöhung von Hoeneß auf 100 Prozent hatte das Gremium laut der Sport Bild getagt und sich für die Verlängerung ausgesprochen.
Ferner habe sich der Präsidialausschuss laut Sport Bild auch für eine Fortsetzung der Zusammenarbeit mit CEO Jan-Christian Dreesen ausgesprochen, dessen Vertrag ebenfalls bis 2027 läuft. Sowohl bei Dreesen als auch bei Eberl ist die Laufzeit eines neuen Kontrakts noch offen. Eberl war zum 1. März 2024 als Nachfolger von Hasan Salihamidzic zu den Bayern gekommen, Dreesen hatte den Vorstandsvorsitz im Mai 2023 übernommen.
Im Aufsichtsrat sei zudem zur Kenntnis genommen worden, dass sich die Zusammenarbeit zwischen Eberl und Dreesen verbessert habe. Die Verpflichtung von Ismael Saibari (55 Millionen Euro von der PSV Eindhoven) hätten beide im Verbund abgewickelt. Der Transfer von Nathaniel Brown (50 Millionen Euro plus Boni von Eintracht Frankfurt) werde hingegen in großen Teilen Eberl zugeschrieben.
Eberl sei es dank einer guten Vorbereitung auf die Gespräche mit den jeweiligen Spielerseiten gelungen, dass die Deals zu keinem Zeitpunkt gefährdet gewesen seien. Zudem widerlegte er den Vorwurf, wonach er Transfers zu schnell und teuer abschließen würde. Sowohl bei Brown als auch Saibari bewies Eberl Fingerspitzengefühl.
Einen weiteren Vorwurf muss Eberl hingegen noch aus der Welt schaffen. Jenen, dass er zu wenig Streichkandidaten loswerde und zu günstig verkaufe. Von den Verkaufskandidaten hat bislang nur Alexander Nübel (Besiktas Istanbul) den Verein verlassen. Für Joao Palhinha, Sacha Boey und Bryan Zaragoza wurde dagegen noch kein Abnehmer gefunden. Auf das Trio übt Eberl nach Informationen der Sport Bild jedoch gewaltigen Druck aus. Druck, den wiederum er vom Aufsichtsrat bekommt.
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