Jetzt wehrt er sich sogar vor Gericht! Jens Lehmann sorgt mal wieder für Aufsehen | Goal.com Deutschland

Veröffentlicht am 13 Aug 2026 | Lesezeit: 2 MinutenJetzt wehrt er sich sogar vor Gericht! Jens Lehmann sorgt mal wieder für Aufsehen | Goal.com Deutschland

Der frühere Nationaltorhüter Jens Lehmann klagt vor dem Landgericht München auf über eine halbe Million Euro Schadensersatz, nachdem ein Aktien-Investment massiv fehlschlug. In dem Zivilprozess verlangt der 56-Jährige exakt 572.661,18 Euro nebst Zinsen von einer Wirtschaftsprüferkanzlei. Der Grund für die juristische Auseinandersetzung ist der gescheiterte Kauf von Aktien einer Münchner Firma für Künstliche Intelligenz. Lehmann hatte im Jahr 2020 eine Summe von 500.000 Euro investiert. Das Geld wurde dabei treuhänderisch von der beklagten Kanzlei verwaltet.

Ursprünglich sollten dem Vize-Weltmeister von 2002 im Rahmen einer Kapitalerhöhung 500.000 Anteile zu einem Vorzugspreis von einem Euro pro Stück zugesichert werden. Zu diesem Zeitpunkt lag der tatsächliche Wert der Aktie nach offiziellen Angaben bei 6,50 Euro.

"Ich wurde von einem Freund angesprochen, um in seine Firma zu investieren", sagte Lehmann vor dem Münchner Landgericht aus. Der geplante Deal nahm jedoch eine unerwartete Wende.

Das KI-Unternehmen beabsichtigte, mit den frischen liquiden Mitteln einen Baumaschinenbetrieb zu übernehmen. Diese Transaktion scheiterte schlussendlich, da die Zielgesellschaft deutlich geringer bewertet wurde als im Vorfeld angenommen.

In der Folge verlor das Wertpapier rasch an Wert. Der Ex-Profi gab an, über diese Vorgänge nicht informiert worden zu sein: "Mir wurde nicht gesagt, wofür mein Geld verwendet wird."

Lehmann wirft der Kanzlei nun vor, ihre Hinweispflichten verletzt zu haben. Das Unternehmen habe Kenntnis vom Kursverfall gehabt, ihn jedoch nicht gewarnt. Bei der Zuteilung lag der Kurs nur noch bei 3,50 Euro.

"Ich wollte sofort verkaufen", betonte Lehmann. Sein damaliger Bekannter, der als Vorstand der KI-Firma fungierte, habe ihn jedoch davon abgebracht. Lehmann mutmaßte rückblickend: "Wahrscheinlich hatte er Angst, dass der Kurs fällt, wenn ich verkaufe."

Überdies erhielt der 61-malige Nationalspieler lediglich einen Bruchteil der vereinbarten Papiere. "Dafür sollte ich 500.000 Aktien erhalten. Bekommen habe ich nur 170.000", erklärte er.

Aus Sicht seines Rechtsbeistands liegt eine Täuschung über den wahren Wert vor. Komme ein Geschäft nicht zustande, müsse eine Rückabwicklung angeboten werden.

Die Gegenseite wies die Vorwürfe zurück und berief sich auf eine Anpassung des Vertrags, wodurch der Preis pro Aktie auf zwei Euro gestiegen sei.

Der frühere Torhüter bestreitet eine solche Vereinbarung: "Mein Eindruck war, dass mein Geld irgendwann weg war und ich nicht weiß, was damit passiert ist." Derzeit beläuft sich sein Verlust auf rund 330.000 Euro, der Wert der Papiere dümpelt aktuell bei knapp einem Euro.

Lehmann steht damit erneut innerhalb kürzester Zeit in den Schlagzeilen. Zuletzt widersprach er einem Bericht der Münchner tz über ein Knöllchen am Grünwalder Stadion scharf und erhob schwere Vorwürfe gegen die Polizei.


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Bericht William Hill

William Hill

4.3

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