Schlecht für den FC Bayern! Partnerschaft zu ausländischem Klub ist beendet worden | Goal.com Deutschland

Veröffentlicht am 13 Aug 2026 | Lesezeit: 2 MinutenSchlecht für den FC Bayern! Partnerschaft zu ausländischem Klub ist beendet worden | Goal.com Deutschland

Der Los Angeles FC hat seine Mehrheitsbeteiligung am Grasshopper Club abgegeben. Das hat auch Auswirkungen auf den FC Bayern München. Das gab der MLS-Klub, der gemeinsam mit dem FC Bayern das Joint Venture "Red & Gold" betreibt, in einer bislang wenig beachteten Stellungnahme auf der eigenen Homepage bereits Ende Juni bekannt.

In der Mitteilung hieß es: "Der Los Angeles Football Club (LAFC) gab heute die strategische Neuausrichtung seines internationalen Nachwuchsnetzwerks bekannt und übertrug seine Mehrheitsbeteiligung am Schweizer Verein Grasshopper Club Zürich an die Bridge Football Group Switzerland AG."

Damit bricht für den deutschen Rekordmeister eine essenzielle Station in der eigenen Talentförderung weg. Über Jahre hinweg dienten die Grasshoppers als Parkstation für Nachwuchsakteure der Münchner.

Wenn ein Talent zu stark für die eigene Regionalliga-Vertretung agierte, sich jedoch noch nicht im Star-Ensemble an der Säbener Straße durchsetzen konnte, erwies sich der Schritt in die Schweizer Super League als maßgeschneiderte Zwischenstation.

Für den FC Bayern schlug sich dieses Modell nicht nur sportlich, sondern auch finanziell positiv nieder. Jüngstes Vorzeigebeispiel dafür ist Jonathan Asp Jensen. Der 20-jährige Däne verzeichnete in 40 Pflichtspielen für Zürich neun Tore.

Zwar reichte diese Leistungssteigerung schlussendlich nicht für einen festen Kaderplatz unter Profi-Trainer Vincent Kompany, das finanzielle Ergebnis gestaltestete sich dennoch lukrativ: Der spanische Erstligaaufsteiger La Coruna sicherte sich die Dienste des Mittelfeldspielers für eine Ablösesumme von sechs Millionen Euro.

Einen vergleichbaren Pfad schlug Nestory Irankunda ein. Der ebenfalls 20-jährige Australier sammelte im Rahmen einer Leihe bei den Grasshoppers Spielpraxis und spülte 2025 bei seinem Verkauf an den englischen Zweitligisten FC Watford weitere drei Millionen Euro in die Münchner Kasse. Und damit nicht genug: Der australische Nationalspieler soll vor einem abermaligen Wechsel zu Sporting Lissabon für rund 18 Millionen Euro stehen, 40 Prozent der Ablöse gehen an die Bayern - ergo: 7,2 Millionen Euro.

Auch Lovro Zvonarek (im vergangenen Juli für 1,5 Millionen Euro zu Estrela Amadora gewechselt) und Grayson Dettoni (nach Leihe fest von Darmstadt 98 verpflichtet) verliehen die Münchner in die Schweiz.

Dass die Partnerschaft zwischen dem MLS-Klub aus Kalifornien und den Eidgenossen nun abrupt endet, besitzt auch strukturelle Gründe. Vor allem der harte Kern der Zürcher Fans stand dem internationalen Investorenkonstrukt von Beginn an äußerst kritisch gegenüber.

Der LAFC zieht daraus nun die Konsequenzen und ordnet seine Aktivitäten auf dem europäischen Kontinent neu. Zukünftig wollen sich die Amerikaner primär auf die Kooperation mit dem österreichischen Zweitligisten Wacker Innsbruck konzentrieren.

Ganz abgeschlossen ist die Suche nach weiteren Stützpunkten jedoch nicht: Dem Vernehmen nach beobachten die Amerikaner den europäischen Markt weiterhin intensiv auf der Suche nach einem neuen Vereinseinstieg. Sollte ein passendes Objekt gefunden werden, könnte auch der FC Bayern künftig wieder von einer neuen Ausbildungsplattform profitieren.


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Bericht William Hill

William Hill

4.3

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