Wie die AC Milan dem BVB bei Konstantinos Karetsas beinahe noch dazwischen gegrätscht wäre | Goal.com Deutschland

Borussia Dortmund hätte sich in den Bemühungen um die Verpflichtung von Konstantinos Karetsas wohl nicht viel mehr Zeit lassen dürfen.
Wie aus einem Bericht der Sport Bild hervor geht, wäre mit der AC Mailand ein anderer namhafter Klub dem BVB in den zähen Verhandlungen mit Karetsas' Ex-Verein KRC Genk beinahe noch erfolgreich dazwischen gegrätscht.
Demnach bestanden die Belgier zunächst auf einer Ablöseforderung in Höhe von 35 Millionen Euro und wollten ihr Supertalent keinesfalls zu einem niedrigeren Preis abgeben. Der BVB weigerte sich anfangs noch, darauf einzugehen und konzentrierte sich laut Sport Bild vorerst darauf, Karetsas von einem Wechsel nach Dortmund zu überzeugen.
Ein Besuch des jungen Griechen bei der Borussia, im Zuge dessen ihm die Bosse des deutschen Vizemeisters unter anderem den Signal-Iduna-Park zeigten und ihm von der Stimmung dort vorschwärmten, habe mächtig Eindruck gemacht und Karetsas schnell die Entscheidung entlockt, unbedingt zum BVB wechseln zu wollen.
Die Strategie der Dortmunder war aufgegangen, denn so konnten Sport-Geschäftsführer Lars Ricken und Sportdirektor Ole Book Karetsas nun damit beauftragen, seinen Wunsch, künftig das Trikot der Borussia zu tragen, bei Genk zu hinterlegen. Laut Sport Bild letztlich der entscheidende Mosaikstein dafür, dass Book bei weiteren Verhandlungen mit dem belgischen Erstligisten Erfolg hatte und eine Sockelablöse in Höhe von "nur" 30 Millionen Euro durchsetzen konnte.
Und der Sport Bild zufolge kam der Durchbruch in den Gesprächen gerade noch rechtzeitig. Denn nur wenig später und noch vor der offiziellen Verkündung des Transfers soll der BVB davon erfahren haben, dass Milan dazu bereit gewesen wäre, 35 Millionen Euro für Karetsas zu zahlen und ein entsprechendes Angebot in Genk hinterlegt habe. Hätte Dortmund etwas länger gezögert, wäre das Werben um den Wunschspieler für das offensive Mittelfeld wohl noch einmal richtig kompliziert geworden oder möglicherweise gänzlich gescheitert.
Doch so konnten die Westfalen Anfang August vermelden, dass Karetsas einen Fünfjahresvertrag bis 2031 unterschrieben hat. Der 18-Jährige, der bereits auf die Erfahrung von 92 Pflichtspielen für Genk und zehn A-Länderspielen für Griechenland bauen kann, soll in der Kreativzentrale von Trainer Niko Kovac bestenfalls auf Anhieb eine tragende Rolle einnehmen. Am vergangenen Samstag feierte Karetsas im Supercup gegen den FC Bayern (1:2) seine Pflichtspielpremiere für den BVB, stand in der Startelf und kam gut eine Stunde lang zum Einsatz.
Am Samstag soll nun das Bundesliga-Debüt des technisch beschlagenen Mittelfeldspielers folgen. Am 1. Spieltag treffen die Dortmunder zuhause auf den Hamburger SV.
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