Jürgen Klopp plant im DFB-Team wohl fest mit einem Bundesligastar, den Julian Nagelsmann ignorierte | Goal.com Deutschland

Said El Mala sollte sich in der anstehenden Länderspielphase ab Ende September nichts vornehmen.
Wie Sky berichtet, soll der neue Bundestrainer Jürgen Klopp fest mit dem Offensivspieler des 1. FC Köln planen. Sollte nichts Unvorhergesehenes wie etwa eine Verletzung dazwischen kommen, werde Klopp El Mala für die anstehenden Nations-League-Spiele Ende September und Anfang Oktober in jedem Fall nominieren, heißt es.
Der neue DFB-Coach sehe großes Potenzial in El Mala und wolle dem Kölner von Beginn seiner Amtszeit an das Vertrauen schenken. Zum Bundesligastart hatte der 20-Jährige zusätzlich Eigenwerbung betrieben, legte beim 3:2-Erfolg des FC über die TSG Hoffenheim am Samstag einen starken Auftritt hin und erzielte nach sehenswerter Aktion den wichtigen Treffer zum zwischenzeitlichen 1:1.
Sollte Klopp ihn tatsächlich nominieren, winkt El Mala mit Verspätung sein A-Länderspieldebüt. Klopps Vorgänger Julian Nagelsmann, der nach dem frühen WM-Aus zurückgetreten war, hatte den Dribbler im November vergangenen Jahres zwar erstmals nominiert, zum Einsatz kam er allerdings nicht. Stattdessen schickte Nagelsmann El Mala - wie zuvor abgesprochen - während des Lehrgangs zur U21, für die er bisher siebenmal auflief (ein Tor).
Auf eine weitere Berufung in die A-Nationalmannschaft wartete El Mala derweil vergeblich, auch im Kader für die WM 2026 hatte Nagelsmann für ihn keinen Platz. Die Entscheidung des ehemaligen Bundestrainers, El Mala selbst nach dem kurzfristigen verletzungsbedingten Ausfall von Bayern-Juwel Lennart Karl nicht nachzunominieren, sorgte mitunter für Verwunderung. Stattdessen rückte Assan Ouedraogo (RB Leipzig) nach, der beim Turnier in Nordamerika letztlich jedoch keine Minute spielte.
Klopp hatte schon bei seiner Antrittspressekonferenz Ende Juli die Tür für Neulinge weit aufgestoßen und zudem betont, dass Flügelspieler unter ihm eine entscheidende Rolle einnehmen sollen: "Weil jeder Gegner das Feld sehr eng machen kann. Der einzige Vorteil, den man hat, ist für einen kurzen Moment am Flügel. Die Spielmacher der heutigen Zeit sind am Flügel", so Klopp. Mit seiner Geschwindigkeit, Dribbelstärke und seinem schnörkellosen Zug zum Tor passt El Mala rein offensiv betrachtet bestens zum intensiven Klopp-Fußball, entscheidend wird es aber auch auf seine Arbeit im Gegenpressing ankommen.
Nach turbulenten zurückliegenden Wochen ist abseits des Rasens indes inzwischen etwas mehr Ruhe rund um El Mala eingekehrt. Borussia Dortmund wollte den FC-Star unbedingt verpflichten und dieser wäre wohl auch sehr gerne zum BVB gewechselt. Letztlich waren Kölns Ablöseforderungen den Dortmundern jedoch zu hoch, weshalb sich ein Transfer zerschlug. El Mala verlängerte stattdessen seinen Vertrag bei den Geißböcken vorzeitig um ein weiteres Jahr bis 2031, unter anderem versüßt mit einem satten Gehaltssprung.
Öffentliche Gewissheit darüber, ob Klopp El Mala für seine ersten Spiele an der Seitenlinie des DFB-Teams nominiert, wird am 17. September herrschen. Dann verkündet der 59-Jährige sein erstes Aufgebot, eine Woche später (24. September) könnte El Mala schließlich in Amsterdam gegen die Niederlande debütieren. Drei Tage später folgt Klopps Heimpremiere in Augsburg gegen Griechenland (27. September), zudem trifft Deutschland noch in zwei weiteren Nations-League-Spielen auf Serbien (1. Oktober, München) und wiederum Griechenland (4. Oktober, Thessaloniki).
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