Cristiano Ronaldo wegen Abreise-Eklat bei der Nationalmannschaft angeblich schon bestraft | Goal.com Deutschland

Wie die britische Zeitung The Mirror berichtet, habe sein Verhalten gemäß den Regeln des portugiesischen Fußballverbands FPF eine automatische Sperre zur Folge. Über deren konkretes Ausmaß soll nun ein Disziplinarausschuss entscheiden.
Welche Sanktionen die Verbandsstatuten im Normalfall vorsehen, berichtete zuvor bereits die Sportzeitung A Bola. Demnach drohen Spielern, die trotz ordnungsgemäßer Einberufung ohne triftigen Grund bei einem Training, einem Spiel oder einer anderen Aktivität der Nationalmannschaft fehlen, empfindliche Konsequenzen. Möglich sei eine Sperre von einem bis sechs Monaten. Bei Profispielern könne zudem "eine Geldstrafe zwischen 500 und 1.000 Euro verhängt" werden.
Dass er mit einer Sanktion rechnen muss, hatte Ronaldo in seinem denkwürdigen Statement bereits selbst eingeräumt. Dabei forderte er sogar, die möglichen Konsequenzen nicht abzumildern: "Die Folgen meines Handelns müssen vom Verband bewertet und geahndet werden. Ich bin der Ansicht, dass die Strafe nicht gemildert werden sollte. Ich bin nicht irgendein Spieler; ich bin der Mannschaftskapitän, und das stellt einen erschwerenden Umstand dar."
Für Aufsehen hatte der 41-Jährige während der Länderspielpause gesorgt, als er das Teamquartier der portugiesischen Nationalmannschaft eigenmächtig verließ. Vorausgegangen war der 2:1-Sieg gegen Norwegen, bei dem Ronaldo vom Nationaltrainer Jorge Jesus zum Aufwärmen geschickt, aber nicht eingewechselt worden war. Nach dem Abpfiff verschwand er in den Katakomben, ohne sich wie seine Mitspieler von den heimischen Fans zu verabschieden.
In der Folge eskalierte der Konflikt mit Jesus. Neben Ronaldos Schwester übte auch der bekannte Moderator Piers Morgan scharfe Kritik am Coach. Ronaldo selbst warf Jesus in seiner Stellungnahme vor, ihm wiederholt Versprechen gegeben und diese anschließend gebrochen zu haben.
Besondere Aufmerksamkeit erregte dabei ein Dokument mit acht Punkten, das Ronaldo dem 72-jährigen Trainer nach eigenen Angaben übermittelt hatte. Jesus hätte diese Aussagen auf einer Pressekonferenz öffentlich machen sollen, verzichtete jedoch darauf. Ronaldo veröffentlichte die Inhalte daraufhin selbst. Darin sollte der Coach unter anderem die Professionalität und Loyalität des Superstars hervorheben: "Er hat meine Entscheidungen nie in Frage gestellt. Er war vorbildlich, loyal und professionell", lautete einer der vorgesehenen Punkte.
Trotz des öffentlichen Zoffs schloss Ronaldo eine Rückkehr in die Nationalmannschaft nicht aus. Zugleich entschuldigte er sich bei seinen Mitspielern und seinem Land. "Wenn ich also körperlich fit bin, für meinen Verein spiele und hoffentlich Tore schieße, nachdem ich die mir auferlegte Sperre abgesessen habe, stehe ich, wie bisher immer, wieder zur Verfügung, um für unsere Nationalmannschaft anzutreten und zu gewinnen", erklärte der Kapitän.
Lesen Sie die Originalnachricht

William Hill
Bonus für Neukunden bis zu 100€
William Hill Bonus für Neukunden aus Deutschl...
William Hill Bonus für Neukunden aus Deutschland, Österreich und aus der Schweiz...




