Klare Fehlentscheidung! Ärger um nicht gegebenes Tor des FC Bayern gegen Augsburg | Goal.com Deutschland

Veröffentlicht am 10 Oct 2026 | Lesezeit: 2 MinutenKlare Fehlentscheidung! Ärger um nicht gegebenes Tor des FC Bayern gegen Augsburg | Goal.com Deutschland

Dem FC Bayern München wurden beim enttäuschenden Remis (2:2) in Augsburg gleich vier (!) Treffer aberkannt. Eines davon zu Unrecht, sagen Ex-Schiedsrichter Patrick Ittrich und FCB-Sportvorstand Max Eberl.

Beim Stand von 0:1 in Minute hatte Luis Diaz sehenswert per Seitfallzieher - FCA-Torhüter Finn Dahmen sah mindestens unglücklich aus - den vermeintlichen Ausgleich erzielt. Letztlich griff der VAR ein und kassierte den Treffer aber ein, weil sich beim Freistoß von Joshua Kimmich zuvor die Fußspitze von Josip Stanisic in der Abseitszone befand.

Eine Fehlentscheidung des Unparteiischen Sven Jablonski, wie Ittrich in seiner Funktion bei Sky bereits während des Spiels erklärte: "Ja, abseits ist es. Aber das ist eigentlich irrelevant. Es herrschte eine Abseitssituation vor und dann wird der Ball eigentlich vom Spieler (Han-Noah Massengo; Anm. d. Red,) völlig frei für mich herausgespielt. Das heißt, die Situation ist dann beendet. Und dann kommt der nächste Angriff." In dem Fall habe eine "neue Spielsituation" vorgelegen. "Und damit hätte für mich das Tor eigentlich gelten müssen."

Geht es nach Ittrich, hätte der Videoschiedsrichter gar nicht erst eingreifen dürfen. "Ich finde, das ist eine sehr, sehr strittige Entscheidung und wir reden von hoher Eingriffsschwellung und hier wurde eingegriffen. Ich finde, das ist in der Tat sehr strittig, weil der Ball völlig unbedrängt herausgeschlagen wurde für mich."

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In jene Kerbe schlug auch Eberl nach dem Spiel. "Ehrlicherweise habe ich erstmal selbst fragen müssen: 'Was war denn eigentlich jetzt?' Ich habe erst gedacht, dass beim Schuss von Diaz jemand in der Schusslinie gestanden ist. Dann wurde mir gesagt, dass es vorher beim Freistoß war", sagte er und ging kurzerhand selbst in die Analyse: "Für mich ist es eine neue Spielsituation. Flanke wird reingeschlagen, wird geklärt, dann ist es eine neue Situation. Wenn dann keiner im Sichtfeld des Torwarts stand, ist es für mich auch kein Abseits."

Kurios: Im weiteren Spielverlauf wurden drei weitere Münchner Tore aberkannt. Darunter auch ein weiteres von Diaz und ein vermeintlicher Treffer von Serge Gnabry tief in der Nachspielzeit, der den Ball mit Hilfe der Unterkante der Querlatte wuchtig ins Tor befördert hatte. Der Nationalspieler und auch Lennart Karl standen in der Szene jedoch in der verbotenen Zone.

Den Umstand, dass insgesamt vier Tore einkassiert wurden, bezeichnete Eberl als "ungewöhnlich". Er haderte: "Das kommt dann noch dazu." Vincent Kompany sprach wegen der sechs Torjubel von einem "emotionalen Rollercoaster". Die beiden regulären Treffer erzielten Ismael Saibari (55.) und Nathaniel Brown (81.).

Ebenfalls unglücklich waren die Entstehungen der beiden Gegentore. Zunächst hatte Robin Fellhauer nach gerade einmal acht Sekunden einen haarsträubenden Patzer von Manuel Neuer ausgenutzt und sich mit dem schnellsten Treffer der Bundesliga in die Geschichtsbücher eingetragen. Bayerns Torhüter sah auch beim Tor von Rodrigo Ribeiro (64.) nicht allzu gut aus, nachdem er unmittelbar zuvor einen Schuss von Calvin Brackelmann nur hatte abklatschen lassen.

Durch das Unentschieden hat der FC Bayern den Sprung an die Tabellenspitze verpasst. Spitzenreiter BVB war am Freitag ebenfalls nicht über ein 2:2 gegen den SV Werder Bremen hinausgekommen. Der Abstand beträgt damit weiterhin zwei Punkte.


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Bericht William Hill

William Hill

4.3

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