Albert Riera hat wohl neuen Verein gefunden: Sein berühmter Vorgänger sorgte für einen handfesten Skandal: | Goal.com Deutschland

Wie Sportklub aus Serbien berichtet, wird Riera in Kürze das Trainer-Amt bei Roter Stern Belgrad übernehmen. Dort hatte Dejan Stankovic nach der verpassten Champions-League-Qualifikation gegen Hapoel Be'er Sheva jüngst seinen Rücktritt erklärt.
Bei der 0:2-Niederlage hatte der einstige Weltklasse-Spieler in Diensten von Lazio, Inter Mailand und eben Roter Stern nach einem verweigerten Foulelfmeter beim Stand von 0:0 völlig die Kontrolle verloren und war von Schiedsrichter Glenn Nyberg mit der Roten Karte bedacht worden.
Stankovic soll in Richtung des Unparteiischen gespruckt und beim Gang in den Spielertunnel die eigenen Fans mit provokanten Gesten weiter gegen sich aufgebracht haben. Roter Stern kassierte kurz nach Stankovics Ausraster das 0:1 und knapp zehn Minuten später das 0:2. Stankovic soll nach Spielende noch in der Kabine gegenüber seiner Mannschaft seinen Rücktritt verkündet haben.
Die Trennung wurde noch in der Nacht von Präsident Zvezdan Terzic bestätigt. "Ein solches Verhalten und eine solche Rote Karte beim Stande von 0:0 darf er sich nicht erlauben." Bis Freitag muss ein Nachfolger bei der UEFA gemeldet werden - und der wird offenbar auf den Namen Albert Riera hören.
Der 44-Jährige soll in Belgrad einen Zweijahresvertrag unterschreiben und noch am Donnerstag vorgestellt werden. Zuletzt scheiterte Riera bekanntermaßen krachend an seiner Aufgabe in der Bundesliga, die Frankfurter Eintracht wieder in die Erfolgsspur zurückzuführen.
Er übernahm im Februar die Aufgaben des entlassenen Dino Toppmöller, überwarf sich aber binnen weniger Wochen mit weiten Teilen der Mannschaft, darunter Führungsspieler wie Mario Götze oder Jonathan Burkardt. Zudem sorgte er immer wieder mit äußerst fragwürdigen Auftritten bei Pressekonferenzen für Wirbel.
Nach nur vier Siegen aus 14 Spielen und dem Verpassen des internationalen Geschäfts trennte sich der Klub am Saisonende von Riera, der dies aber offensichtlich nicht einfach so stehen lassen und als Alleinschuldiger des Frankfurter Niedergangs dastehen wollte. Mitte Juli teilte er in einer Instagram-Story mit teils heftigen Worten gegen die Frankfurter Klubführung um Vorstandssprecher Axel Hellmann aus.
Riera postete ein Bild von sich mit Sportvorstand Markus Krösche und schrieb dazu einleitend: "Das sind die einzigen zwei Personen, die morgens bis abends im Verein waren und sich darum bemüht haben, das Chaos innen und außen zu beseitigen, Markus Krösche und ich!!! Niemand sonst!"
Anschließend attackierte der 44-jährige Spanier - in einem grammatikalisch durchwachsenen Englisch - Hellmann. "Ich werde deinen Namen nicht nennen (die Person, die ich gerade mal zweimal gesehen habe), denn du bist ein Niemand, völlig unbekannt, und du hast nichts geleistet", schrieb Riera.
Zuvor war ein Interview von Hellmann mit der Frankfurter Allgemeinen Zeitung erschienen, in dem er den ehemaligen Eintracht-Trainer kritisierte. "Ich war überrascht, wie wenig er bereit war, sich mit der Bundesliga, diesem Klub und dem ganzen Umfeld auseinanderzusetzen", sagte Hellmann unter anderem.
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