250-Millionen-Euro-Deal im Verzug: Kein zeitnaher Geldregen für den FC Bayern München? | Goal.com Deutschland

Ende vergangener Woche hatten Münchner Merkur und tz berichtet, dass der deutsche Rekordmeister vorhabe, fünf Prozent seiner Anteile an den deutschen Heiz- und Kühlkonzern Viessmann zu verkaufen. Im Gegenzug könnten die Münchner mit Einnahmen in Höhe von 250 Millionen Euro rechnen.
Bisher besitzt der eingetragene Verein 75 Prozent der Anteile an der AG, die restlichen 25 Prozent halten zu gleichen Teilen (8,33 Prozent) die Unternehmen Adidas, Audi und Allianz. Viessmann würde schließlich der vierte Aktionär des FCB werden, wobei 70 Prozent - und demnach auch die Stimmmehrheit - beim Verein und damit den Mitgliedern verbleiben würden.
Mehr als 30 Prozent der AG-Anteile dürfen die Bayern ohnehin nicht verkaufen, ohne zuvor die Einwilligung der eigenen Anhänger einholen zu müssen. "Wir haben vereinbart, dass wir nicht mehr als 30 Prozent verkaufen werden. Theoretisch könnten wir fünf Prozent verkaufen, ohne die Mitglieder zu fragen. Für einen höheren Anteil bräuchten wir eine Zweidrittelmehrheit. Und die werden wir niemals bekommen", hatte Ehrenpräsident Uli Hoeneß bereits im November 2025 erklärt.
Laut eines neuen Berichts des kicker dürfte es mit einer Einigung zwischen dem Rekordmeister und Viessmann unabhängig davon ohnehin noch ein wenig dauern. Nach Informationen des Fachmagazins herrscht bei Unternehmer Max Viessmann und seiner Viessmann Generations Group keine Eile bezüglich eines Einstiegs.
Zwar soll der FC Bayern die Angelegenheit "enorm vorantreiben" und Viessmann, der 2023 sein Klima-Unternehmen Viessmann Climate Solutions für zwölf Milliarden Euro an die US-amerikanische Firma Carrier verkaufte, unbedingt als Anteilseigner gewinnen wollen, eine kurzfristige Einigung sei gleichwohl nicht in Sicht.
Auch ohne den Status als offizieller Anteilseigner arbeiten die Münchner und Viessmann seit Jahren eng zusammen. Max Viessmann gehört seit 2025 dem Verwaltungsbeirat an. Ein Einstieg in der Zukunft ist keineswegs ausgeschlossen, in diesem Fall wäre ihm auch ein Aufsichtsratsmandat sicher.
Eine Verzögerung des Deals würde zugleich bedeuten, dass der erhoffte Geldregen für die Bayern zunächst ausbliebe. Über eine genaue Summe sei ohnehin nie konkret gesprochen worden.
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