Wende bei Bryan Zaragoza: FC Bayern wird Streichkandidat doch fest los - und macht dickes Transfer-Minus | Goal.com Deutschland

Zunächst hatte es in übereinstimmenden Medienberichten geheißen, dass Espanyol Barcelona und der deutsche Rekordmeister sich lediglich auf eine Kaufoption im Anschluss an das vor dem Vollzug stehende Leihgeschäft einigen konnten. Doch nun gibt es offenbar eine Wende.
Wie Transferjournalist Fabrizio Romano berichtet, beinhalte der Deal mit dem spanischen Erstligisten eine Kaufpflicht in Höhe von acht Millionen Euro. Bedeutet: Espanyol wird Zaragoza nach einer einjährigen Leihe, die mittlerweile auch perfekt sein soll, kaufen.
Die Münchner werden also das erwartet große Transferminus von sechs Millionen Euro mit dem Spanier machen. Zaragoza war im Februar 2024 zunächst gegen eine Leihgebühr in Höhe von vier Millionen Euro von Granada in die bayerische Landeshauptstadt gewechselt, ehe der FCB den heute 24-Jährigen für 13 Millionen fest verpflichtete. Eine große Rolle spielte er allerdings zum damaligen Zeitpunkt schon nicht mehr.
Es folgten drei Leihgeschäfte zu Osasuna, Celta Vigo und zur Roma, die zwar alle drei nicht zu einem festen Verkauf des Offensivspielers führten, den Bayern aber immerhin noch knapp drei Millionen über Gebühren in die Kasse spülten. Besonders die Leihe zu Osasuna schien zunächst ein Erfolg zu werden, immerhin kehrte Zaragoza nach über einem Jahr aufgrund starker Leistungen im Klub sogar kurzzeitig in die spanische Nationalmannschaft zurück.
Dann aber zog er sich einen Mittelfußbruch zu, fiel monatelang aus und Osasuna verzichtete auf eine feste Verpflichtung. Das tat auch die AS Roma nach der vergangenen Saison. Dorthin war Zaragoza nach einem guten halben Jahr bei Celta Vigo gegangen, um sich bei einem europäischen Top-Klub nachhaltig zu empfehlen. Das Unterfangen scheiterte krachend: Nach vier Liga- und zwei Europa-League-Auftritten drückte Zaragoza monatelang nur noch die Bank, ehe eine Entzündung im Knie im Mai diagnostiziert wurde, die ihn auch weite Teile der Sommervorbereitung nach seiner Bayern-Rückkehr kostete.
Nun endet das äußerst unglückliche Kapitel zwischen den Münchnern und Zaragoza wohl endgültig. Sportvorstand Max Eberl hatte schon gleich nach der WM-Endrunde im Juli betont, dass der 1,64 Meter kleine Tempodribbler keine Zukunft mehr beim Rekordmeister habe. Gleiches galt auch für Joao Palhinha und Sacha Boey. Anders als Zaragoza und Palhinha, der sich Benfica Lissabon anschließen wird, hat der Franzose aber noch immer keinen neuen Arbeitgeber gefunden. Folgerichtig saß er beim ersten Pflichtspiel des Jahres im Franz-Beckenbauer-Supercup nur auf der Tribüne.
Zaragoza stand beim FC Bayern letztlich nur für 171 Minuten verteilt auf sieben Pflichtspiele auf dem Platz. Das Missverständnis zwischen Spieler und Klub brach sich dem Vernehmen nach bereits kurz nach seiner Ankunft Bahn - zumindest wenn man den Worten von Zaragozas Berater Manu Sanchez Glauben schenken darf.
Der hatte besonders den damaligen Bayern-Trainer Thomas Tuchel verbal angeschossen. Tuchel habe Zaragoza zunächst genau aufgezeigt, wie und wo er mit ihm plane, ehe er ihn dann kaum einsetzte. Das sei "seltsam" gewesen.
Tuchel hatte seinerseits die Sprachbarriere bei Zaragoza hervorgehoben, der Spieler selbst antwortete im November bissig: "Fußball wird mit den Füßen gespielt und nicht mit der Sprache. Mehr brauche ich nicht zu sagen."
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