"Arteta war stinksauer": Auch Kai Havertz zieht sich den Zorn des Arsenal-Trainers zu | Goal.com Deutschland

Fünf Pflichtspiele, fünf Siege: Der FC Arsenal ist prächtig in die neue Saison gestartet. Nach dem deutlichen Erfolg im englischen Supercup gegen Manchester City vor einigen Wochen (3:0) untermauerten die Gunners in Premier League und Champions League ihre Titelansprüche. In der Schlussphase des 1:0-Erfolgs in der Königsklasse am Mittwochabend platzte Cheftrainer Mikel Arteta trotzdem die Hutschnur.
Der spanische Coach war ziemlich sauer auf seine drei Angreifer Kai Havertz, Noni Madueke und Christos Tzolis. Das Trio hatte in der 85. Minute eine dicke Chance zur 2:0-Vorentscheidung herausgespielt und vergeben. Havertz steckte in dieser Szene durch auf Madueke, der zunächst an Neapels Keeper Vanja Milinkovic-Savic scheiterte und dann für Tzolis ablegte. Der Abschluss des ehemaligen Düsseldorfers wurde von Amir Rrahmani geblockt.
Es war aber nicht die vergebene Gelegenheit, welche Arteta die Zornesröte ins Gesicht trieb. Es war das Verhalten von Havertz, Madueke und Tzolis direkt im Anschluss: Statt direkt den Rückwärtsgang einzulegen, trabten sie zunächst zurück, während die Italiener schnell umschalteten.
Ihr Trainer brüllte an der Seitenlinie, die Angreifer sollten gefälligst mit nach hinten arbeiten. "Arteta war stinksauer", schilderte Reporterin Lucy Ward von TNT Sports später. "Das war ziemlich interessant. Nach Arsenals Angriff waren die drei nur langsam unterwegs und Arteta ist außen herumgerannt und hat sie angeschrien, bis sie ihre Positionen wieder eingenommen hatten."
Direkte Folgen hatte die zögerlich verrichtete Defensivarbeit nicht, Arsenal brachte die knappe Führung im Stadio Diego Armando Maradona über die Zeit. Von Arteta gab es anschließend keine Kritik sondern Lob für die reife Auswärtsleistung seiner Schützlinge: "Die drei Punkte für uns sind hochverdient. Das Ergebnis spiegelt die Leistung nicht ganz wider, denn unsere Leistung war überragend." Negativ erwähnte er einzig die mangelhafte Chancenverwertung: "Angesichts der Anzahl an Chancen, die wir herausgespielt haben, hätte es am Ende anders aussehen müssen."
Arsenals einzigen Treffer markierte Kapitän Ödegaard in der 75. Minute mit einem satten Distanzschuss. Zu jenem Zeitpunkt befand sich auch Havertz auf dem Rasen. Der deutsche Nationalspieler erhielt nach seinem herausragenden Saisonstart von Arteta zunächst eine Verschnaufpause und saß bis zur 73. Minute draußen. Dann ersetzte er im Sturmzentrum Viktor Gyökeres.
Um Havertz' Rolle und Klasse war auf der Insel in den vergangenen Tagen trotz drei Toren in den ersten vier Partien dieser Spielzeit eine hitzige Diskussion entbrannt.
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