"Zerbrechliche" Mannschaft, keine Führungsspieler, keine Antworten: Roberto De Zerbi ratlos nach Absturz von Tottenham Hotspur auf Abstiegsplatz | Goal.com Deutschland

Tottenhams miserabler Start in die neue Premier-League-Saison setzte sich am Samstag mit einer 2:3-Niederlage gegen Aston Villa fort. Die in der noch jungen Saison immer noch sieglosen Spurs fielen dadurch auf den vorletzten Platz zurück.
Am Sonntag reicht dem FC Fulham ein Punkt, um den Ex-Klub von Bayern Münchens Superstar Harry Kane ans Tabellenende der Premier League zu schicken.
De Zerbi hatte die Spurs in der vergangenen Saison erfolgreich vor dem Abstieg bewahrt, doch muss man trotz immenser Investitionen in der Sommertranferperiode nun einen Rückschritt konstatieren. Dabei lässt sich ein Muster erkennen: Tottenham wirkt extrem instabil.
Gute Phasen wechseln sich immer wieder mit eklatanten Einbrüchen ab. Im Kellerduell mit Villa gelang den gastgebenden Spurs ein guter Start ins Match, doch Johan Manzambis 0:1 in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit war der Nackenschlag, der das Team massiv verunsicherte.
"Es ist schwer zu erklären, denn in meiner 14-jährigen Karriere als Trainer habe ich noch nie eine Mannschaft wie unsere gesehen", sagte De Zerbi gegenüber talkSPORT. "So fragil, so unbeständig. Entweder man ist gut oder man ist schlecht. Man kann nicht in den ersten 30, 40 Minuten sehr gut spielen und dann auf diese Weise Gegentore kassieren. Das ist für mich schwer zu akzeptieren."
Auf die Frage nach der Ursache für die Instabilität seiner Mannschaft gab der 47-Jährige zu, keine Antwort zu haben.
Womöglich sei seinen Spielern "die Energie ausgegangen", nachdem der vermeintliche Ausgleich von Mohammed Kudus wegen einer Abseitsstellung zurückgenommen wurde (60.), mutmaßte De Zerbi, ehe er sein Augenmerk auf ein anderes Thema lenkte.
"Wir brauchen Führungsspieler, die die Mannschaft antreiben und wirklich anführen", sagte der Italiener, ohne Namen zu nennen. "Gegen Newcastle war es genauso, in Liverpool war es genauso, gegen Everton war es genauso - wir müssen Lösungen finden!"
Die erste Länderspielpause bietet De Zerbi nun reichlich Zeit, um nach Lösungsansätzen zu suchen. Aufgrund der internationalen Verpflichtungen vieler Akteure seines Kaders ist an ein gemeinsames Aufarbeiten des misslungenen Saisonstarts mit nur zwei Punkten aus fünf Spielen aber nicht zu denken.
Die Spurs verstärkten sich im Sommer für über 360 Millionen Euro mit Stars wie Sandro Tonali, Mateus Fernandes, Savio und Jan Paul van Hecke, um nur die teuersten Transfers zu nennen. Auf Leihbasis kam noch der frühere Bundesliga-Torjäger Omar Marmoush und ablösefrei die Liverpool-Legende Andy Robertson. Am 10. Oktober geht für Tottenham die Premier-League-Saison weiter: Ein Gastspiel bei Manchester United steht dann auf dem Programm.
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