Wegen Skandal um Manchester City, Xhaka und Embolo: Akanji blafft Reporter an | Goal.com Deutschland

Im Zuge der Impf-Affäre rund um die Schweizer Nationalmannschaft und der Ermittlungen gegen Manchester City hat Manuel Akanji aufhorchen lassen.
Nach dem 3:0-Sieg der Nati gegen Nordmazedonien war der Innenverteidiger von Inter Mailand zunächst auf den Finanzskandal von seinem Ex-Verein Manchester City angesprochen worden. Die Skyblues wurde zuletzt im Zeitraum von 2009 bis 2018 in 115 Anklagepunkten für schuldig befunden. Sollte der Klub, der inzwischen in Berufung gegangen ist, keinen Erfolg auf juristischer Ebene haben, drohen drastische Strafen bis zum Zwangsabstieg, auch die Aberkennung von Titeln ist denkbar.
"Ich habe immer noch mit ein paar Spielern Kontakt, aber ich weiß nicht mehr als ihr. (…) Es hieß, wir sollen ruhig bleiben, sie haben alles unter Kontrolle, es sei nichts Großes passiert. Ich vertraue den Verantwortlichen bei ManCity, dass es auch stimmt", sagte Akanji eingangs und betonte: "Ich hoffe, dass ich meine Titel nicht verliere. Das wäre ein bisschen schade. Aber ich sehe auch alles nur in den News."
Akanjis Titel sind allerdings nicht in Gefahr. Erst 2022, also rund vier Jahre nach Ende des Zeitraums, für den City einen Schuldspruch kassiert hatte, war er von Borussia Dortmund nach Manchester gewechselt. Darauf angesprochen, wurde der 31-Jährige kryptisch und kam von sich aus auf die Impf-Affäre um Granit Xhaka und Breel Embolo zu sprechen. "Wer weiß, was sie noch rausfinden? Ihr sucht ja auch immer noch nach Corona-Sachen, die vor fünf Jahren passiert sind", blaffte er in Richtung der Reporter.
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Ob Akanji damit andeuten wollte, dass beide Fälle noch größer als ohnehin schon werden könnten oder ob es sich dabei schlichtweg um eine unglückliche Ausdrucksweise handelte, ist freilich reine Spekulation. Sicher ist sich der Ex-Dortmunder aber offenbar selbst nicht.
Embolo und Xhaka hatten sich vor einigen Jahren gefälschte Nachweise einer Corona-Impfung besorgt und wurden anschließend auf unbestimmte Zeit von der Nationalmannschaft ausgeschlossen. Embolo soll sich besagte Zertifikate über ein Mitglied der "Hells Angels" besorgt haben, hieß es in Schweizer Medien.
Demnach habe die Basler Staatsanwaltschaft am 25. November 2025 einen Strafbefehl wegen mehrfacher Anstiftung zu Urkundenfälschung gegen den Stürmer von Atlanta United erlassen. Embolo erhielt damals eine "bedingte Geldstrafe" von 20 Tagessätzen zu 3.000 Franken.
Wenige Tage zuvor hatte auch Xhaka den Erwerb eines Zertifikates eingeräumt. Er sei damals "stark verunsichert" gewesen und habe "große Bedenken" gehabt.
"Ich empfand tiefes Misstrauen gegenüber dem Impfstoff und war von Ängsten und Verunsicherung geprägt", schrieb er in einer Stellungnahme: "In dieser aufgewühlten Gefühlslage habe ich eine Impfbestätigung erworben, anstatt meine offenen Fragen auf dem vorgesehenen Weg zu klären." Dies bezeichnete er als "Fehler": Er werde "die Verantwortung" übernehmen und bei der Aufarbeitung "vollumfänglich" kooperieren. Die Staatsanwaltschaft des Kantons Luzern ermittelt.
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