Manuel Neuer beim FC Bayern: Einstiger Förderer Slomka wirft brisante Frage in den Raum | Goal.com Deutschland

Der ehemalige Bundesligatrainer Mirko Slomka hat sich zum Umgang mit Bayern Münchens jüngst mal wieder in die Kritik geratenem Torhüter Manuel Neuer geäußert.
Nach Neuers schwerem Patzer beim ersten Gegentor in Augsburg (2:2) am vergangenen Wochenende, als der 40-Jährige auch beim zweiten Treffer des FCA zumindest nicht gut aussah, stehe umgehend "die Frage im Raum: Hat Manuel Neuer seinen Abpfiff verpasst?", stellt Slomka in seiner Instagram-Kolumne Der zweite Blick eine brisante Frage.
Der 59-Jährige war beim FC Schalke 04 einst Neuers erster Profitrainer, verhalf dem ehemaligen deutschen Nationalkeeper im August 2006 zu dessen Bundesligadebüt und machte den damals 20-Jährigen gut zwei Monate später endgültig zur Nummer 1 von S04.
"Ich habe ihm damals vertraut, weil ich von seiner Leistung überzeugt war. Da stand ein außergewöhnlicher Torwart", betont Slomka, der im heutigen Umgang mit Neuer knallharte Ehrlichkeit fordert: "Dieser Maßstab muss auch heute gelten. Die entscheidende Frage lautet deshalb: Wer ist stark genug, einem so großen Gewinner rechtzeitig zu sagen, wann Schluss ist?"
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13. Okt. 2026
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Nach dem äußerst unglücklichen Auftritt in Augsburg sieht sich Neuer dieser Tage mit öffentlichen Diskussionen über seinen Status konfrontiert. Der Routinier, dessen Vertrag kommenden Sommer ausläuft, wird seine Karriere voraussichtlich nach dieser Saison beenden. Der 17 Jahre jüngere Jonas Urbig wird mit immer mehr Einsatzzeit immer intensiver als Neuers Nachfolger im Bayern-Tor aufgebaut. Ex-Nationalspieler Steffen Freund forderte beispielsweise jüngst bei Sky90, den Wechsel von Neuer auf Urbig vorzuverlegen und "spätestens in der Rückrunde" zu vollziehen.
Beim FCB stärken die Verantwortlichen Neuer derweil den Rücken. "Manu hat einen Fehler gemacht. Das ist ihm in seinen zwei Jahrzehnten, die er jetzt Profifußball spielt, bestimmt schon das eine oder andere Mal passiert. Dementsprechend: Für uns gibt es da gar keine Zweifel an Manu", betonte Sportvorstand Max Eberl am Montag.
Slomka gab derweil zu bedenken, "genau die Eigenschaft", die derart erfolgreiche Sportler wie Neuer "groß macht, kann ihnen das Aufhören so schwer machen. Solche Champions haben gelernt, Zweifel zu besiegen. Kritiker zu widerlegen. Grenzen zu verschieben. Warum sollten sie ausgerechnet jetzt glauben, dass eine Grenze endgültig ist?" Laut Slomka sei es wichtig, dass Bayerns Bosse und auch Trainer Vincent Kompany "ehrlich beurteilen: Was leistet Manuel heute? Was braucht die Mannschaft? Und sie müssen ihm ihre Antwort zumuten." Zwar würden zwei Fehler selbstredend keine Karriere beenden, aber: "Eine große Karriere darf auch kein Freifahrtschein sein", so Slomka.
Dass im Champions-League-Spiel am Dienstagabend bei Viking Stavanger Urbig statt Neuer das Bayern-Tor hütet, hat indes keine Leistungsgründe, sondern liegt schlichtweg daran, dass Neuer mal wieder verletzungsbedingt ausfällt. "Manu hat was am Fuß gespürt", erklärte Kompany auf der Pressekonferenz am Montag. Die Blessur des mehrmaligen Welttorhüters sei nicht sonderlich ernst, "aber es hat keinen Sinn, dass wir da ins Risiko gehen", so der FCB-Coach.
Neuer hatte aufgrund von einigen muskulären Problemen bereits in der vergangenen Saison mehrfach pausieren müssen.
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