Muss der BVB Neuzugang Ethan Nwaneri schon bald wieder ziehen lassen? | Goal.com Deutschland

Borussia Dortmund hat sich im Notfall-Leihdeal mit Ethan Nwaneri laut Fabrizio Romano bei Caughtoffside auf eine brisante Rückholklausel im Vertrag mit dem FC Arsenal eingelassen. Der englische Meister behält laut des Transferexperten sich durch die Vertragsoption demnach das Recht vor, die Leihe bereits im Januar vorzeitig zu beenden und das Talent nach London zurückzubeordern. Sollte der Premier-League-Klub von diesem Passus Gebrauch machen, stünde der Bundesligist völlig machtlos da und müsste den Akteur ohne Mitspracherecht ziehen lassen.
Auskünfte darüber, ob dieses Szenario an spezifische Leistungsparameter oder Mindesteinsatzzeiten geknüpft ist, sind dem Bericht des Transferexperten jedoch nicht zu entnehmen. Abseits dieses Details handelt es sich um eine gewöhnliche Leihvereinbarung, eine Kaufoption oder andere Rechte wurden für den BVB nicht verankert. Trotz der unvorteilhaften Bedingungen überwog bei den Dortmundern die Erleichterung über die geglückte Notfallmaßnahme.
Schließlich handelte die BVB-Führungsetage um Lars Ricken und Sportdirektor Ole Book auf den letzten Drücker, um die Lücke durch das verletzungsbedingte Fehlen von Giannis Konstantelias zu schließen. Mit der Verpflichtung des 19-jährigen Mittelfeldspielers von den Gunners sicherte sich Schwarz-Gelb zwar kurzfristig spielerische Qualität, handelte sich jedoch zeitgleich ein altbekanntes Risikoelement ein.
Denn bei den Fans des BVB weckt die Klausel unweigerlich ungute Erinnerungen an eine tragische Personalie der jüngeren Vergangenheit wach. Bereits im vergangenen Jahr sah sich Dortmund mit einer identischen Vertragskonstellation konfrontiert, als Innenverteidiger Aaron Anselmino per Leihe vom FC Chelsea verpflichtet wurde. Der Abwehrspieler hatte sich durch eine kompromisslose und beherzte Spielweise in kürzester Zeit zu einem Publikumsliebling im Signal Iduna Park entwickelt.
Die Ernüchterung folgte im darauffolgenden Januar. Da machte der Premier-League-Klub Gebrauch von seinem vereinbarten Zugriffsrecht und holte Anselmino schlagartig zurück, nur um den Argentinier umgehend an den eigenen Partnerverein Racing Straßburg weiterzureichen.
Dort fand der Defensivakteur, der die Dortmunder Mannschaft unter Tränen verlassen hatte, zu keinem Zeitpunkt zu seiner Form. Nach der unglücklichen Zeit in Frankreich steht Anselmino mittlerweile wieder im Kader der Londoner. Beim BVB bleibt somit die Sorge, dass sich dieses Problem mit Nwaneri im kommenden Winter wiederholen könnte.
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