Blitz-Aus von Krösche bei Eintracht Frankfurt: Sind die Gerüchte nur "Stinkbomben"? | Goal.com Deutschland

Published on 31 Aug 2026 | Reading time: 3 minutesBlitz-Aus von Krösche bei Eintracht Frankfurt: Sind die Gerüchte nur "Stinkbomben"? | Goal.com Deutschland

Denn nach Recherchen des Fachmagazins, das sich auf zahlreiche Hintergrundgespräche mit Mitgliedern aus der obersten Führungsetage bezieht, arbeiten weder Krösche selbst noch der Klub auf eine Trennung in diesem Sommer hin.

Demnach erhalte Krösche aus dem Aufsichtsrat der SGE "die volle Rückendeckung". Das hatte die Bild wenige Tage zuvor noch gänzlich anders dargestellt. Dort hatte es geheißen, dass in der Aufsichtsratssitzung am 2. September besprochen werden solle, wie ein vorzeitiges Ende der Zusammenarbeit mit Krösche eingeläutet werden könne. Mathias Beck, Aufsichtsratsvorsitzender und Präsident der Eintracht, trat dem nun entschieden entgegen.

"Die Aufsichtsratssitzung am Mittwoch ist eine lange geplante turnusmäßige Sitzung. Selbstverständlich wird es um alle Themen des Sommers, auch um die sportlichen gehen. Berichte zu Markus Krösche werde ich öffentlich nicht kommentieren. Fakt ist, er hat einen laufenden Vertrag (bis 2028, Anm. d. Red.), sich vor zwei Monaten klar zu Eintracht Frankfurt bekannt und befindet sich mit seinem Team auf der Zielgeraden des Transferfensters. Es besteht also kein Anlass, über die Zukunft von Markus Krösche zu spekulieren", wird Beck vom kicker zitiert.

Generell sei dem kicker in Hintergrundgesprächen glaubhaft vermittelt worden, dass im Verein eine "allgegenwärtige Überraschung" über die Trennungsgerüchte herrsche. Diese wirke nicht gespielt. Stattdessen könne es sich in der brisanten Causa um "Stinkbomben" handeln, "um Unfrieden zu stiften" - getrieben von "Eitelkeiten" einzelner Personen. Es bleibe aber "rätselhaft", wie genau die Bild am Sonntag an etwaige Informationen gekommen ist. Dass bei der Eintracht aber aktuell alle Beteiligten auf derselben Seite stehen, dürfe bezweifelt werden.

Ins gleiche Horn stieß auch Lothar Matthäus am Sonntagabend bei Sky90: "Hier wird irgendwas hintenrum gespielt gegen Markus Krösche, weil ihm vielleicht einige Leute etwas neiden", mutmaßte der Rekordnationalspieler.

Zumindest ein Zerwürfnis, wie in dem betreffenden Bild-Artikel suggeriert, habe es laut kicker zwischen Sportvorstand Krösche, hauptverantwortlich für die turbulente und schleppende Transferphase der SGE, und Trainer Adi Hütter nicht gegeben. Zwar sei der Österreicher durchaus nicht begeistert davon, dass elementare Personalentscheidungen erst rund um den Saisonstart gefallen sind, von einem großen Krach könne aber keine Rede sein. Immerhin erhielt Hütter mit Noah Atubolu und Innenverteidiger Lilian Brassier zwei seiner Wunschspieler.

Auch nach dem ersten Spieltag, an dem die Eintracht eine 3:1-Führung bei Union Berlin noch ganz spät aus der Hand gab und nur einen Punkt aus der Hauptstadt mitnahm, kann und soll in Frankfurt bis zum Deadline Day noch einiges passieren. Bei Arnau Kalimuendo, der bereits in der Rückrunde auf Leihbasis von Nottingham bei der SGE überzeugte (6 Tore in 19 Spielen), hoffe man noch auf ein erneutes Leihgeschäft, berichtet der kicker.

Gleichzeitig könnte ein Wechsel von Hugo Larsson in die Premier League der SGE noch bis zu 25 Millionen Euro in die Kassen spülen. Der Mittelfeldspieler weilte mit Erlaubnis der Eintracht zuletzt in London, um mit zwei Klubs zu verhandeln - einer davon war Crystal Palace. Auch Jean-Matteo Bahoya sollte der SGE noch beinahe 20 Millionen Euro mit seinem Wechsel zu Hull City einbringen, allerdings lehnte der Spieler selbst laut Sport1 den Deal ab.

Auch ein eigentlich nicht geplanter Verkauf könnte sich in den letzten Stunden der Transferphase noch ergeben. Al-Ittihad baggert übereinstimmenden Medienberichten zufolge an Ritsu Doan - und ein Wechsel in die Wüste für rund 18 Millionen Euro gilt mittlerweile gar als wahrscheinlich.

Und in all die ohnehin schon undurchsichtige Transfergemengelage tauchten nun auch die Berichte über einen möglichen Krösche-Abschied auf. Und das nur wenige Wochen, nachdem die AC Milan vergeblich um die Dienste des 45-Jährigen buhlte. Im Juni erteilte Krösche den Rossoneri aber eine finale Absage und soll nach kicker-Angaben dabei auch ein persönlich äußerst lukratives Angebot abgelehnt haben. Milan habe ihm 40 Millionen Euro in vier Jahren geboten, hieß es.

Krösches überaus gutes Standing bei der Eintracht dank zahlreicher Top-Verkäufe hatte in der vergangenen Saison erstmals ordentliche Risse bekommen. Grund dafür war letztlich die Einstellung von Albert Riera, die Krösche hauptverantwortlich nach der Demission von Trainer Dino Toppmöller forciert hatte. Riera scheiterte letztlich krachend in der hessischen Metropole, brachte Fans und Spieler gegen sich auf und musste nach nur 14 Spielen und einem enttäuschenden achten Platz wieder gehen.

Zum ersten Mal seit Krösches Ankunft 2021 spielt die Eintracht damit in dieser Saison in keinem Europapokal. Zu den nun aufkommenden Abschiedsgerüchten wollte er selbst zumindest am Samstag keine Stellung beziehen. "Wir sprechen über Fußball", sagte er kurz nach Abpfiff in Berlin. Auch auf Nachfrage bat Krösche darum, es "dabei zu belassen".


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