Nächste Breitseite: Florian Wirtz erneut im Kreuzfeuer der Kritik | Goal.com Deutschland

Florian Wirtz stand beim 1:0-Erfolg von Liverpool gegen Bournemouth im Fokus. Wie Experte Troy Deeney bei talkSPORT berichtete, trieb der Nationalspieler seinen Coach Andoni Iraola zur Weißglut.
Trotz seines entscheidenden Assists für Alexander Isak musste sich der 23-Jährige heftige Kritik an seinem Auftritt in den ersten 45 Minuten gefallen lassen. In der ersten Halbzeit wies der deutsche Nationalspieler mit mageren 63 Prozent die schwächste Passquote aller Liverpooler Akteure auf.
Am Mikrofon der Sendung "GameDay Live" analysierte Ex-Stürmer Troy Deeney: "Florian Wirtz - ich habe ihn zum ersten Mal live gesehen. Er wirkt einfach nicht so, als gehöre er in diese Liga. Damit meine ich: Er ist eindeutig talentiert, er verfügt eindeutig über die technischen Fähigkeiten. Aber es ist, als würde er nicht daran glauben, dass er ein Tor schießen wird, und nicht daran, dass er das Spiel beeinflussen kann. Liverpool braucht mehr von ihm."
Nach Deeneys Beobachtungen leidet das gesamte Offensivspiel der Reds unter der aktuellen Verunsicherung des ehemaligen Leverkuseners. "Der Rest der Mannschaft fängt an, den Glauben zu verlieren, weil jedes Mal, wenn der Ball zu ihm kommt, das Tempo nachlässt. Das bedeutet, dass (Bradley) Barcola den Ball nicht schnell bekommt, (Cody) Gakpo den Ball nicht schnell bekommt, und das ermöglicht es Bournemouth, sich wieder zu formieren. Und wenn sie sich wieder formieren, verlangsamt das das ganze Spiel. Iraola, der direkt vor uns stand, ist völlig aus der Haut gefahren", schilderte Deeney die Reaktionen von Liverpools Cheftrainer Andoni Iraola an der Seitenlinie.
Auch nach dem spielentscheidenden Treffer durch Isak legte der talkSPORT-Experte zu Wirtz nach: "Sein Kopf arbeitet schneller als sein Körper. Er spielt nicht ungezwungen. Beim Aufwärmen sieht er unglaublich aus. Es wirkt mühelos, aber wenn er spielt, denkt er über alles zu viel nach."
Die anhaltenden Anpassungsschwierigkeiten des Mittelfeldakteurs ziehen sich bereits seit seinem Wechsel an die Anfield Road. Wirtz war im vergangenen Sommer für die damalige Premier-League-Rekordsumme von 125 Millionen Euro von Bayer Leverkusen nach England transferiert worden. In seiner Debütsaison kam er wettbewerbsübergreifend auf sieben Treffer sowie neun Vorlagen.
In den ersten sechs Pflichtspielen der aktuellen Spielzeit gelang dem Spielmacher weder ein eigener Treffer noch eine Torvorlage. Sein letztes Tor im Trikot des Traditionsklubs datiert vom 25. April beim 3:1-Heimsieg gegen Crystal Palace.
Zum Vergleich: In seinem letzten Jahr in Deutschland verzeichnete der Nationalspieler in 45 Pflichtspieleinsätzen für Leverkusen 16 Tore und 15 Assists. Wirtz' Arbeitspapier in Liverpool ist bis 2030 gültig.
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