Folgt jetzt noch mehr Kritik? CR7 vergibt Hochkaräter aus kürzester Distanz | Goal.com Deutschland

Beim Spiel zwischen Portugal und Wales in der Nations League stand Cristiano Ronaldo einmal mehr im Fokus. CR7 ließ eine riesige Chance aus kürzester Distanz liegen.
In Minute 49 hätte der alternde Superstar von Saudi-Klub Al-Nassr seine Kritiker verstummen lassen können, die behaupten, seine Zeit sei abgelaufen. Nach einer Flanke von Ruben Neves verpasste Ronaldo aus rund drei Metern die Möglichkeit, auf 2:0 zu erhöhen und den Sack für seine Mannschaft zuzumachen.
Der 41-Jährige traf den Ball allerdings nicht sauber, der von seiner Wade letztlich deutlich über den walisischen Kasten flog. Wenig später durfte CR7 vermeintlich dann doch noch jubeln, nachdem er einen Pass von Bruno Fernandes eiskalt verwertet hatte (59.). Der Videoschiedsrichter kassierte seinen 974. Karrieretreffer aber wegen einer Abseitsstellung Ronaldos wieder ein.
So blieb es letztlich bei einem 1:0 für Portugal, dank des Treffers von Ronaldos Al-Nassr-Teamkollege Joao Felix. Letztlich ging der Sieg für den Europameister von 2016 in Ordnung. Allerdings auch, weil Wales über weite Strecken zu harmlos agierte und Ruben Dias in Minute 74 mit einer Rettungstat den Ausgleich verhinderte.
Der erhoffte Aufschwung unter dem neuen Nationaltrainer Jorge Jesus blieb jedoch aus, während Ronaldo es nicht schaffte, seine Kritiker verstummen zu lassen. Im Zuge seiner erneuten Nominierung hatte es in seinem Heimatland abermals Zweifel gegeben, ob der Routinier noch einen Mehrwert für seine Mannschaft darstellt. Zumal mit Blick auf die Co-Gastgeberrolle bei der WM 2030 vehement ein Neuaufbau samt Verjüngungskur gefordert wird. Gepaart mit einem faden Beigeschmack.
Zu Jesus pflegt Ronaldo schließlich ein besonderes Verhältnis. Gemeinsam war das Duo in der vergangenen Saison mit Al-Nassr saudischer Meister geworden. Der 72-Jährige betonte indes, dass es sich bei der Nominierung nicht um eine Bevorzugung handelte.
"Die Vergangenheit ist irrelevant", betonte Jesus. Ronaldo sei "ein Spieler wie jeder andere: Wenn er Leistung bringt, spielt er - wenn nicht, spielt er nicht". Es sei nur die aktuelle Form und nicht das Lebenswerk oder gar die persönliche Beziehung ausschlaggebend. Ronaldo habe "einen besonderen Status, weil seine Karriere anders verlaufen ist - er hat fünfmal den Ballon d'Or gewonnen. Aber spielt das bei meinen Entscheidungen eine Rolle? Nein", erklärte Jesus.
Spätestens mit seinen enttäuschenden Auftritten bei der WM (Portugal scheiterte im Achtelfinale an Spanien) schwand das Vertrauen in den Altstar in seiner Heimat. Anschließend hatte Ronaldo seine Zukunft in der Selecao offen gelassen und "keine überstürzte Entscheidung" treffen wollen. Mit seiner Rückkehr war dennoch zu rechnen.
Derweil schauen seine Teamkollegen noch immer zu ihm auf. Der erstmals seit Ende 2024 wieder berufene Fabio Silva von Borussia Dortmund bezeichnete Ronaldo als "ein Idol" und betonte: "Ich versuche, von ihm zu lernen."
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