Zidane schwärmt von einem Spieler des FC Liverpool: "Das habe ich jetzt viermal gesagt" | Goal.com Deutschland

Jeremy Jacquet (21) hat sich nach seinem beeindruckenden Start beim FC Liverpool auch in der französischen Nationalmannschaft bemerkenswert schnell einen Namen gemacht.
Der junge Abwehrspieler heimste nach dem 1:1 am dritten Spieltag der Nations League gegen Italien ein Sonderlob seines neuen Trainers Zinedine Zidane (54) ein. "Sehr, sehr gut", habe Jacquet gespielt, so der Coach und er sei "mutig" gewesen: "Er hatte keine Angst, weit herauszurücken. Er war sehr gut in den Zweikämpfen. Nochmal: Er war sehr gut. Das habe ich jetzt viermal gesagt."
Jacquet wurde in dieser Länderspielpause erstmals in die A-Nationalmannschaft des zweimaligen Weltmeisters berufen. Während er zunächst beim 1:0-Sieg in der Türkei von Zidane nicht berücksichtigt worden war, absolvierte er die folgenden Partien gegen Belgien (1:0) und eben gegen Italien über die volle Distanz.
Beim Erfolg in Belgien hieß sein Nebenmann Maxence Lacroix (26), während im Duell mit den Italienern Bayerns Dayot Upamecano (27) bis zu dessen Platzverweis an seiner Seite verteidigte.
Jacquet, der für Frankreich bereits von der U17 bis zur U21 auflief, ist ebenfalls ziemlich zufrieden mit seinen ersten Auftritten im Dress der Equipe tricolore. "Es war besser, als ich es mir hätte vorstellen können", schwärmte er. "Alleine mit all diesen großartigen Spielern zu trainieren, ist schon ein Vergnügen. Ich versuche einfach, das Maximum aus jedem Moment herauszuholen."
Unter Zidane verteidigen die Franzosen deutlich höher als unter Vorgänger Didier Deschamps (57). Das erfordert den angesprochenen Mut und eine gehörige Portion Aufmerksamkeit der Verteidiger. "Das war eine Anweisung vom Trainer", so Jacquet. "Er wollte, dass ich sehr hoch presse und nicht nach hinten schaue. Ich versuche nur, das umzusetzen." Mit seiner Leistung sei er "ziemlich happy". Und überhaupt: "Ich spüre überhaupt keinen Druck. Ich spiele einfach Fußball."
Dieser Ansatz hat ihn auch auf Klubebene bereits weit nach vorn gebracht. Bereits einige Monate vor dem Ende der Vorsaison tütete der FC Liverpool Jacquets Transfer ein. Er kam schließlich im Sommer für knapp 70 Millionen Euro Ablöse von Stade Rennes und unterzeichnete einen bis 2031 gültigen Vertrag. Den Reds gelang es, im Werben um die Dienste des Supertalents den Premier League-Rivalen FC Chelsea auszustechen. Außerdem bestätigte Sportvorstand Max Eberl (53), dass auch Bayern München Anfang des Jahres ein Auge auf Jacquet geworfen hatte.
An der Anfield Road nahm er in der Defensivzentrale den Posten seines zu Real Madrid abgewanderten Landsmanns Ibrahima Konate (27) ein und entwickelte sich an der Seite von Kapitän Virgil van Dijk (35) schnell zum Stammspieler. Jacquet absolvierte alle sieben Pflichtspiele dieser Saison und stand dabei sechsmal in der Startformation.
Liverpool ist mit neun Punkten aus fünf Ligaspielen durchwachsen gestartet, stellt aber immerhin mit einigen anderen Teams geteilt die drittbeste Abwehr im englischen Oberhaus. Zu einem Härtest kommt es nach dem abschließenden Nations-League-Spiel gegen Belgien (Montag, 21 Uhr) am nächsten Wochenende: Dann empfangen Jacquet und seine Liverpooler Manchester City um Superstürmer Erling Haaland.
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