Jürgen Klopps Medien-Warnung zum Start seiner Bundestrainer-Ära sorgt für Wirbel | Goal.com Deutschland

In der Schweiz und Österreich tickerten mehrere Medien die Pressekonferenz am Freitagvormittag in Frankfurt am Main live, auch in Klopps früherer Wahlheimat England schaute die Presse ganz genau hin. Für die meiste Aufregung sorgte Klopps Ansage: "Wenn ihr euch danebenbenehmt und meine Familie nicht in Ruhe lasst, bin ich weg!"
Der Tagesanzeiger in der Schweiz titelte: "Klopp giftelt gegen allfällige Nörgler." Die Daily Mail in England erinnerte während der PK der "Liverpool-Legende" an die Diskussion um die Fotos von Julian Nagelsmann mit Ehefrau Lena Wurzenberger im Teamcamp in Winston-Salem.
Die BBC fragte bereits: "Messias oder bloße Kosmetik? Klopp muss beim Umbau in Deutschland die Zweifler überzeugen." Der deutsche Fußball sei durch das krachende WM-Aus gegen Paraguay in eine "tiefgreifende Identitätskrise" gerutscht: "Nur drei Wochen später wurde Klopp damit beauftragt, die Scherben aufzusammeln und die einst berühmte Siegermentalität des Landes wiederherzustellen."
Auch im Land des Weltmeisters sehen die Medien Klopp als Hoffnung für den deutschen Fußball. "Jetzt richten sich alle Blicke auf Klopp. Seine Fähigkeit, konkurrenzfähige Mannschaften aufzubauen, ist die große Hoffnung eines Deutschlands, das daran arbeitet, verlorengegangenes Prestige zurückzugewinnen und wieder um die großen Titel mitzuspielen", schrieb die spanische Sportzeitung Marca.
The Telegraph: "Jürgen Klopp droht am Tag seiner Vorstellung mit Rücktritt vom Deutschland-Job. Der ehemalige Liverpool-Trainer stellt ein Ultimatum, während er seine zweijährige Trainerpause mit einem Vertrag über 6 Millionen Pfund pro Jahr beendet."
Liverpool Echo: "Jürgen Klopp sendet eine deutliche Botschaft, nachdem seine Verpflichtung als Bundestrainer bestätigt wurde. Der ehemalige Liverpool-Trainer warnt, dass er sein neues Amt aufgeben werde, falls seine Familie von den Medien bedrängt wird."
The Sun: "Klopp mit eindringlicher Warnung: 'Lasst meine Familie in Ruhe'. Er schwört, den Job hinzuschmeißen, falls es Kritik unter der Gürtellinie gibt. Er setzt den Fans und den Medien nach dem WM-Desaster deutliche Grenzen."
L'Équipe: "Mit 59 Jahren wird Klopp zum ersten Mal in seiner Karriere den Alltag eines Nationaltrainers erleben, mit der schweren Verantwortung, einem vierfachen Weltmeister, dem die Ergebnisse fehlen, neuen Schwung zu verleihen. Die Baustelle wirkt gewaltig."
Gazzetta dello Sport: "Offiziell: Klopp ist der neue Bundestrainer. Aber er warnt: 'Keine persönlichen Angriffe, sonst gehe ich.'"
Der Standard: "Es war eine Frage der Zeit, und die Zeit ist jetzt. Am Freitagvormittag wurde Jürgen Klopp als neuer Cheftrainer der deutschen Nationalmannschaft vorgestellt, das am schlechtesten gehütete Geheimnis des Weltfußballs ist endgültig gelüftet."
Krone: "Klare Ansage! Die ersten Worte von Jürgen Klopp als DFB-Nationaltrainer haben es durchaus in sich. Die Aufgabe sei eine große Ehre für ihn, so der 59-Jährige, der aber gleich klarstellt: 'An dem Tag, an dem ihr nicht mehr wollt, dass ich den Job mache, sagt ihr es. Und ich bin weg. Ohne Abfindung.' Doch nicht nur diese Bedingung wird gestellt."
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