Wie im Vorjahr! Sebastian Hoeneß kritisiert Stuttgarter Transfergebaren erneut | Goal.com Deutschland

Публикувано на 08 Aug 2026 | Време за четене: 2 минутиWie im Vorjahr! Sebastian Hoeneß kritisiert Stuttgarter Transfergebaren erneut | Goal.com Deutschland

Cheftrainer Sebastian Hoeneß vom VfB Stuttgart fordert erneut vehement Verstärkungen. Bereits im Vorjahr hatte er deutliche Kritik an den eigenen Kaderplanern geübt. "Das Ziel eines Trainers muss es immer sein, die besten Spieler zu halten. Billy gehört zweifelsfrei zu unseren besten Spielern", sagte Hoeneß am Rande des Trainingslagers in Grassau in einer Medienrunde über das kolportierte Interesse an Bilal El Khannouss.

Kurz darauf wurde der Coach grundsätzlicher und erklärte: "Wir spielen eine Champions-League-Saison. Da geht es darum, dass wir auch in diesem Wettbewerb schlagkräftig an den Start gehen. Deswegen habe ich schon den Wunsch, dass wir, anstatt Substanz zu verlieren, Substanz draufpacken."

Wie das genau aussehen soll, davon hat Hoeneß auch bereits eine Vorstellung. "Am besten Potenzial, das nicht erst noch entwickelt werden muss, sondern das schon freigelegt wurde. Ich hoffe, dass wir noch aktiv werden. Es ist nicht mehr so viel Zeit und schon ein Großteil der Vorbereitung vorbei. Deswegen ist der Wunsch groß, dass wir es schaffen, einen starken Kader an den Start zu kriegen", sagte er.

Die sportliche Führung um Vorstand Sport Fabian Wohlgemuth und den Vorstandsvorsitzenden Alexander Wehrle hat bislang Leo Sauer, Tim van der Leij, Torhüter Marius Funk sowie Mittelfeldakteur Grischa Prömel an den Neckar gelotst. Dennoch herrscht im Angriff offenkundiger Nachholbedarf.

Für die zentrale Position im Sturmzentrum bemühen sich die Stuttgarter weiterhin um Dzenan Pejcinovic. Die Verhandlungen mit dessen Arbeitgeber VfL Wolfsburg bezüglich der Ablösesumme gestalten sich jedoch zäh.

Dass Hoeneß den Druck auf die Verantwortlichen erhöht, erinnert stark an die Geschehnisse des vergangenen Jahres. Bereits im Vorjahr hatte der Trainer erhebliche Verärgerung über die Kaderzusammenstellung geäußert, als Nick Woltemade den Verein für eine Rekordablöse von bis zu 90 Millionen Euro in Richtung des Premier-League-Klubs Newcastle United verließ.

Vor dem damaligen Heimspiel gegen Borussia Mönchengladbach ließ Hoeneß seinem Unmut freien Lauf: "Fakt ist, dass es für uns ein herber Verlust ist. Wir haben uns im Sommer letzten Jahres ein paar Dinge vorgenommen, die wir umsetzen wollten. Und ich muss ganz deutlich sagen, dass es auch, bevor der Nick jetzt transferiert wurde, noch nicht ganz gelungen ist, diese Dinge umzusetzen. Der Kader steht nicht so da, wie man sich das vorgenommen hat."

Auch die Rekordeinnahmen besänftigten den Trainer damals nicht: "Natürlich gibt es eine finanzielle Situation. Aber die sportliche Verantwortung liegt beim Trainer."

Die anschließende Suche nach Ersatz verlief turbulent. Ein präferierter Deal mit dem KRC Genk bezüglich Angreifer Hyeon-Gyu Oh scheiterte im letzten Moment. Nach stundenlangen Gesprächen lieferte der Medizincheck verbleibende Zweifel beim VfB, zudem lagen die Ablösevorstellungen weit auseinander.

Kurz vor Ende der Transferfrist im Sommer 2025 reagierten die Schwaben schließlich mit der Leihe von Bilal El Khannouss von Leicester City, nachdem tags zuvor bereits Flügelstürmer Badredine Bouanani für rund 15 Millionen Euro von OGC Nizza verpflichtet worden war.


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