Wechselt Serhou Guirassy noch zum FC Barcelona? Der BVB kann offenbar aufatmen | Goal.com Deutschland

Die Bild berichtet, dass der Dortmunder Stürmer-Star tatsächlich jüngst noch einmal eine Rolle in den Transferplanungen der Katalanen gespielt und Barca dementsprechend noch einmal sein Interesse bekundet habe.
Hintergrund: Barca verlor im laufenden Sommer mit Robert Lewandowski und Ferran Torres seine beiden gesetzten Angreifer der vergangenen Saison. Lewandowski zog es ablösefrei in die MLS zu Chicago Fire, Torres wechselte für knapp 50 Millionen Euro zu Paris Saint-Germain, wo er bei seinem Ligue-1-Debüt gleich mal doppelt traf.
Barca hatte eigentlich fest damit gerechnet, Julian Alvarez von Atletico Madrid verpflichten zu können, weil dieser bei den Rojiblancos klar seinen Wechselwunsch hinterlegt hatte. Doch daraus wird nach aktuellem Stand der Dinge nichts. Atletico weigert sich, seinen besten Stürmer an einen direkten Konkurrenten zu veräußern - unabhängig davon, wie viele Geldsäcke Barca vor dem Metropolitano abladen würde. Stattdessen könnte ein Wechsel zu Arsenal folgen. Am Wochenende wurde Alvarez von den eigenen Fans lautstark ausgepfiffen.
In Barcelona soll deshalb neben Lautaro Martinez von Inter Mailand auch Guirassy vom BVB als potenzielle Alternative in den Fokus gerückt sein - und das obwohl die Ausstiegsklausel für den guineischen Nationalspieler, die für eine Hand voll Klubs in diesem Sommer gültig gewesen wäre, längst abgelaufen ist. Die Katalanen gehörten zu dem illustren Kreis, der Guirassy im Sommer für knapp unter 40 Millionen Euro hätte verpflichten können.
Doch nicht nur wegen der Ungültigkeit von Guirassys Klausel nahm Barca nun offenbar sofort wieder Abstand von einer Verpflichtung des BVB-Stürmers. Wie die Bild berichtet, können die Schwarzgelben auch aufgrund des üppigen Salärs, das der 30-Jährige in Dortmund einstreicht, aufatmen. Denn als die Katalanen von den zehn Millionen Euro jährlich erfuhren, soll das Interesse an Guirassy äußerst schnell wieder abgekühlt sein und auch nicht wieder aufflammen.
Stattdessen kommen der BVB und Barca aktuell aufgrund einer anderen Personalie am Verhandlungstisch zusammen. Das Interesse der Dortmunder an Rechstverteidiger Hector Fort ist verbrieft, der Spieler selbst will unbedingt zum BVB und lehnte deshalb wohl schon einige Angebote anderer Klubs ab. Einzig eine Einigung zwischen den Klubs ist noch nicht erfolgt.
Barca soll satte 17 Millionen Euro für den 20-Jährigen fordern. Denkbar sei aber auch eine Ablöse um die zehn Millionen, in diesem Fall müsste der BVB den Katalanen aber eine hohe Weiterverkaufsbeteiligung und womöglich auch eine Rückkaufoption zugestehen.
Fort soll die letzte große Kaderbaustelle in Dortmund beheben, die auf der rechten Seite durch den Abgang des zwei Jahre lang überaus unglücklich agierenden Yan Couto zu Como entstanden ist. In der vergangenen Saison weilte Fort auf Leihbasis beim FC Elche, zeigte dort besonders in der Offensive durchaus prächtige Ansätze (drei Tore, zwei Vorlagen in 623 Minuten), allerdings verletzte er sich bei einem Torjubel kurz vor Weihnachten schwer an der Schulter und fiel bis Ende April aus.
Wie es bei Barca auf der Stürmerposition weitergeht, steht derweil in den Sternen. Angeblich soll auch U21-Nationalspieler Nicolo Tresoldi eine Alternative sein, mit der sich der spanische Meister beschäftige. "Wir werden sprechen und das tun müssen, was am besten ist", sagte Trainer Hansi Flick nach dem 5:0-Auftaktsieg über Elche in LaLiga, bei dem der Ex-Dortmunder Karim Adeyemi sofort mit einem Treffer überzeugte.
Guirassys Auftakt in die Pflichtspielsaison stand indes unter keinem guten Stern. Bei der 1:2-Niederlage im Franz-Beckenbauer-Supercup gegen den FC Bayern tauchte der Stürmer nahezu komplett ab und wurde in der 62. Minute für Fabio Silva ausgewechselt. Sein portugiesischer Stellvertreter traf derweil zum Anschluss.
Für Guirassy gab es nach dem Spiel derweil durchaus lautstarke Kritik. "Bei Guirassy denke ich immer: 'Ist er immer mit 100 Prozent Herz dabei?' Das habe ich gestern in der ersten Halbzeit nicht erkennen könne", bemängelte etwa Stefan Effenberg bei Sport1 im Doppelpass.
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