Atletico Madrid ist wegen Julian Alvarez stinksauer auf den FC Barcelona | Goal.com Deutschland

Die Schlammschlacht zwischen dem FC Barcelona und LaLiga-Rivale Atletico Madrid wegen des katalanischen Werbens um Starstürmer Julian Alvarez geht in die nächste Runde. Am Mittwoch meldeten sich beide Vereine in der festgefahrenen Transfercausa zu Wort: Barca mit einem Statement von Klubchef Joan Laporta auf der Webseite des Klubs und Atletico mit einer Replik in der Marca.
Laporta betonte, dass man beim spanischen Meister trotz der Sackgasse, in der sich die Gespräche zwischen beiden Vereinen befinden, weiter an dem Plan festhalte, Alvarez in der laufenden Transferperiode unter Vertrag zu nehmen."Wir sind noch immer an Julian Alvarez interessiert", stellte der Präsident klar. "Wir möchten, dass unser Angebot akzeptiert wird und wir tun dies mit dem größtmöglichen Respekt vor Atletico Madrid."
Weiter bekräftigte er: "Wir lassen sie wissen, dass, falls sie in diesem Sommertransferfenster zu einem Verkauf bereit sind, wir ihn kaufen möchten - falls wir eine Einigung auf Grundlage unseres Angebots, das wir ihnen unterbreitet haben, erzielen können."
Ein Versuch Laportas, neuen Schwung in die Verhandlungen zu bringen und gewiss auch eine Botschaft an Alvarez, dass dieser weiter auf einen Wechsel ins Camp Nou pocht und nicht womöglich umschwenkt und doch einem Transfer in die Premier League, den Atletico im Falle des Falles anstrebt, zustimmt.
Wie verhärtet die Fronten zwischen den beiden spanischen Spitzenvereinen sind, wird allerdings deutlich, wenn man liest, was Atleticos Offizielle der Marca sagten:"Der Spieler wird hier als Opfer dargestellt. Das einzige Opfer in dieser Julian-Sache sind aber wir. Uns wurde finanziell und sozial geschadet."
Ein Transfer zu den Blaugrana komme nach wie vor nicht in Frage: "Die Chance, dass wir ihn an Barca verkaufen, liegt bei null Prozent. In diesem Fall geht es nicht um Geld, sondern um Würde." Und weiter: "Es wurde eine Kampagne gestartet mit Lügen und Halbwahrheiten. Und einzig Atletico muss den Preis dafür zahlen."
Der Ursprung des Konflikts reicht weit zurück. Im Frühjahr soll Alvarez eine vorzeitige Vertragsverlängerung samt Gehaltserhöhung in der spanischen Hauptstadt ausgeschlagen haben. Laut Marca hätten Atleticos Bosse ihm zudem zugesagt, im Sommer wechseln zu dürfen, sollte ein Verein bis zum 20. Juni eine Offerte mit einer Ablöse von 150 Millionen Euro abgeben. Dies sei nie passiert.
Stattdessen umwarb Barcelona den Weltmeister von 2022 öffentlich und versuchte über dessen Berater Fernando Hidalgo Druck auf Atletico auszuüben. Dazu positionierte sich auch Alvarez, als er während der WM in den USA, Kanada und Mexiko erklärte, ein Wechsel sei für ihn und auch für Atletico die beste Option.
Atletico bekräftigte derweil mehrfach, dass man Alvarez nicht an Barcelona abgeben werde und pochte auf die festgeschriebene Ablöse im bis 2030 laufenden Vertrag des Angreifers: 500 Millionen Euro. Der Verein von Cheftrainer Hansi Flick soll dagegen 100 Millionen Euro für Alvarez' Dienste geboten haben.
Einen möglichen Ausweg könnte eine Rückkehr in die Premier League bieten. So soll Meister FC Arsenal an dem ehemaligen ManCity-Spieler interessiert sein, wenngleich dieser unbedingt nach Barcelona will.
Beim 2:2 in LaLiga gegen den FC Villarreal am Wochenende wurde Alvarez von den eigenen Fans im Estadio Metropolitano gnadenlos ausgepfiffen. Am Mittwoch verpasste der 26-Jährige das Training, laut seinem Klub ist er "krank". Gemäß Marca wolle man bei Atleti Alvarez öffentlich weiter verteidigen, man warne allerdings davor, mit Dingen wie mentaler Gesundheit "zu spielen".
Die Rojiblancos verpflichteten Alvarez 2025 für 75 Millionen Euro Ablöse. Seitdem markierte er in 107 Partien 49 Treffer. Dazu gelangen ihm noch 17 Assists.
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